[Rezension] zu „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

[Rezension] zu „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 18.03.2016
Seiten: 400
Print: 17,95 HC / 9,95 TB
Ebook: 1,99 €
Reihe: ja / Band 1 der Dilogie
ISBN: 978-3-423-71755-7

Inhalt

Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.
Inhalt/Cover: dtv Verlag

Meine Meinung

Obwohl mir dieses Buch häufig empfohlen wurde und das Cover ein absoluter Traum ist, bin ich mit relativ neutralen Erwartungen an die Geschichte herangegangen.
Elizabeth war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine tolle, starke Protagonistin und ich konnte sie in vielerlei Hinsicht total gut verstehen. Sie ist loyal und lebt nach den Werten, die ihr ihr ganzes Leben lang eingetrichtert wurden. Die Autorin konnte sehr glaubhaft und nachvollziehbar vermitteln, dass man diese Grundeinstellung nicht einfach so ablegt. Ich fand es toll, dass sie alles immer wieder in Frage gestellt und nicht alles einfach so hingenommen hat, das machte die Geschichte absolut glaubhaft und authentisch. Auch Caleb mochte ich sehr gerne, seine Entwicklung war in vielerlei Hinsicht aber sehr interessant, um es vorsichtig auszudrücken.
Ich bin allerdings ein großer Fan von Nicholas Perevil. Warum genau kann ich gar nicht sagen, aber er hat mich von Anfang an fasziniert. Es gibt viele tolle Charaktere in dieser Geschichte, die jeder für sich einen Platz in meinem Herzen haben, auch die unterschiedlichen Entwicklungen dieser waren oftmals mehr als überraschend.
 Das Setting ist stellenweise etwas düster, aber es passt hervorragend zur Geschichte. Die Kombination der Hexenverfolgung im mittelalterlichen London in Verbindung mit magischer Fantasy ist mehr als gelungen und hat mich komplett gefesselt. Der wundervolle, lockere Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht das Buch aus der Hand zu legen. Es war allgemein eine dieser Storys, bei der ich ewig hätte weiterlesen können.
Alles war perfekt durchdacht und ich wusste wirklich oft nicht, wem man trauen kann und wem nicht. Es gab viele unvorhersehbare Wendungen, die geschickt eingebaut wurden und mit denen ich so nie gerechnet hätte. Auch alle Gefühle konnten super vermittelt werden. Die teils düstere Stimmung wurde zudem oft durch erfrischenden Humor durchbrochen. Es gab genug Action, magische Momente, Freude, Leid, Trauer und auch ein bisschen was fürs Herz. Am Ende gibt es keinen Cliffhanger und trotzdem wird die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lassen, da ich einfach so begeistert von diesem Buch bin.
Fazit: Witch Hunter hat meine Erwartungen völlig übertroffen und bietet ein absolut magisches Leseerlebnis. Der erfrischende, teils humorvolle Schreibstil hat mit der stellenweise düsteren Atmosphäre eine perfekte Kombination ergeben und es war durchwegs so spannend, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Die Autorin konnte zudem mit tollen und ausdrucksstarken Charakteren punkten, genauso wie mit gut durchdachten überraschenden Wendungen. Dieses Buch ist nicht nur ein absolutes Muss für Fans von Magie und/oder Hexen, nein, ich möchte behaupten, es ist ein absolutes Must-Read für jeden einzelnen Fantasy-Fan. Ich habe nichts zu meckern, kann es ohne Einschränkung nur jedem empfehlen und weiß, es wird auf jeden Fall zu meinen Highlights 2017 gehören.
HIGHLIGHT

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