[REZENSION] ZU “VORTEX – DER TAG, AN DEM DIE WELT ZERRISS” VON ANNA BENNING

[REZENSION] ZU “VORTEX – DER TAG, AN DEM DIE WELT ZERRISS” VON ANNA BENNING

Vortex

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Presseexemplar
Verlag: Fischer
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 04.03.2020
Seiten: 496
Print: 17,00 €
Ebook:  14,99 €
Reihe: ja / Band 1
ISBN: 978-3737341868


Inhalt

„Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen. Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“

Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …

© Cover/Inhalt: Fischer Verlag


Meine Meinung

Natürlich hat mich bei diesem Buch das Äußere direkt verzaubert. Ich liebe farbige Buchschnitte und das war auf jeden Fall ein großer Pluspunkt. Aber die Geschichte klang auch einfach zu gut, im Dystopie-Bereich verschlinge ich einfach alles.

Der erste Eindruck sollte nicht trügen! Mich hat die komplette Idee sofort fasziniert und ich kannte bisher nichts Gleichwertiges. Der Aufbau der Welt an sich ist nicht neu, aber doch durch die Vermischung mit den Vortex zu etwas komplett Neuem geworden. Die Rangordnung und die Machtverhältnisse waren toll dargestellt und ich empfand die Umsetzung als absolut glaubhaft.

Gerade im ersten Drittel lernen wir Elaine, ihr Leben und vor allem ihren Ehrgeiz kennen. Zunächst muss ich gestehen, dass die Sympathie ihr gegenüber nicht groß ausfiel. Sie wirkte sehr kalt und unnahbar. Allerdings hat sich dies im Laufe der Geschichte komplett gedreht bei mir und ich muss sagen, die Autorin hat es absolut authentisch und glaubwürdig vermittelt. Sie ist eine Protagonistin, die für ihre Überzeugungen einsteht und kämpft. Man merkt, dass sie das strenge Regime der Vortexläufer verinnerlicht hat und ihre Sturheit und Engstirnigkeit hat mich oft etwas verärgert. Gleichzeitig konnte ich sie aber trotzdem super verstehen, denn sie kannte nichts anderes und hat ihr ganzes bisheriges Leben in der Überzeugung verbracht, dass alles so ist, wie es ihr immer wieder eingebläut wurde.  Und obwohl ich sie manchmal am liebsten erwürgt hätte, so hat es mir super gefallen, dass die Autorin sie nicht so dargestellt hat, dass sie sofort alles annimmt, alles glaubt, und ihre Grundprinzipien einfach mal von heute auf morgen über Bord wirft.

Dann kommt eine große Wendung, die nicht nur Elaines Ansichten nach und nach verändert, das gesamte Weltbild dreht sich und die Autorin eröffnet auch dem Leser eine neue fantastische Welt, die mich vollkommen für sich gewinnen konnte. Hier tauchen so viele unglaublich tolle Figuren auf, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Meine absoluten Favoriten der Geschichte insgesamt sind Atlas und sein Herrchen. Die zwei sind meine Helden und ich konnte einfach nicht genug von ihnen bekommen.
Aber auch das Setting hat mich mit offenem Mund staunend zurückgelassen. Ich habe teilweise wirklich jede Zeile beim Lesen ausgekostet und einfach nur genossen. Es wurde wundervoll beschrieben und ich habe in dieser Art noch keinen vergleichbaren Ort in einer Geschichte gehabt. Der Handlungsverlauf an sich ist im Großen und Ganzen relativ einfach gehalten, leicht verständlich, das hat mich aber null gestört, da es so viele Kleinigkeiten gab, die mich immer wieder begeistern konnten.

Mehr kann ich dazu leider schon nicht mehr schreiben, das würde einfach zu viel vorweg nehmen. Jedenfalls war ich wirklich angetan von der kompletten Idee, der Geschichte an sich und auch von der Umsetzung sowie den darin vorkommenden Personen. Es gab jetzt insgesamt keinen großen, erschütternden Knall, dafür aber sehr viele kleine Twists, die ich nicht immer so vorhergesehen hätte und die mich perfekt unterhalten haben.


Fazit

Vortex ist eine Dystopie, die in diesem Bereich auf jeden Fall zu den Highlights gehört. Als großer Fan von diesem Genre kann ich das mit gutem Gewissen behaupten. Hier wurden einfach so viele altbekannte und typische Elemente genommen und mit etwas komplett Neuem vermischt. Was daraus entstanden ist, hat mich einfach nur begeistert. Die ersten 160 Seiten sind faszinierend, toll geschrieben, und man könnte denken auch leicht zu durchschauen. Allerdings startet die Autorin erst dann voll durch und hat mir eine Welt eröffnet, die ich am liebsten so schnell nicht wieder verlassen hätte. Was für ein grandioses Setting und wundervolle Charaktere. Tolle Ideen, tolle neue noch nie dagewesene Elemente und dazu die bekannten dystopischen Machtkämpfe haben mich rundum überzeugt und das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ich bin so froh, dass dies erst der Auftakt war, denn ich freue mich wahnsinnig, zurück in diese Welt zu kommen, 5 Sterne.

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