[REZENSION] ZU “UNSCHULDSENGEL” VON ZOJE STAGE

[REZENSION] ZU “UNSCHULDSENGEL” VON ZOJE STAGE

Unschuldsengel

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Presseexemplar
Verlag: Droemer
Genre: Psychothriller
Erscheinungsdatum: 01.10.2019
Seiten: 448
Print: 14,99 €
Ebook: 12,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3426226926


Inhalt

Die kleine Hanna will ihre Mutter tot sehen – ein Gänsehaut-Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann.

In den Augen ihres Vaters Alex ist die achtjährige Hanna ein süßer Engel, der keiner Seele etwas zuleide tun würde. Doch in Mutter Suzette wächst die Sorge: Hanna spricht kein Wort und verhält sich immer aggressiver, vor allem ihr gegenüber. Eines Tages hält Suzette statt der erwarteten Hausaufgaben plötzlich Hass-Briefe in der Hand. Verstört flüchtet sie ins Badezimmer. Bis es an der Tür klopft, wieder und wieder. Als Suzette endlich öffnet, steht ihr kleines Mädchen im Türrahmen. Nur das Weiße ihrer Augen ist zu sehen, und sie spricht die ersten Worte ihres Lebens: »Ich bin nicht Hanna … «

© Cover/Inhalt: Droemer


Meine Meinung

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Gerade wenn Kinder in Psychothrillern involviert sind, hebt es das Grauen für mich noch mal etwas an.

Diese Geschichte ist so ganz anders, als ich erwartet habe. Aber im positiven Sinn. Denn es ist eigentlich nicht nur ein Thriller als Schocker, sondern auch irgendwie eine sehr traurige Geschichte, die doch auch sehr tiefgründig ist.

Erzählt wird das Ganze aus zwei Perspektiven: von Hanna und von ihrer Mutter Suzette. Das war schon richtig heftig, da Hanna alles andere als ein normales 7-jähriges Mädchen ist. Ihren Gedankengängen zu folgen war schon stellenweise brutal und einfach richtig krank.

Suzette ist als Mutter total überfordert und plagt sich dazu immer wieder mit Schuldgefühlen und ich konnte ihre Empfindungen total nachvollziehen. Manche Ansichten waren schon heftig, aber wenn man berücksichtigt, wie sich das alles entwickelt hat, dann war es zum Großteil doch irgendwo verständlich. Klar, gab es auch ein paar Dinge, die konnte ich bei diesem Charakter nicht ganz verstehen, aber im Großen und Ganzen war sie mir eigentlich doch sympathisch. Ihr Mann Alex dagegen hat sich gerne blind gestellt und nur das gesehen, was er sehen wollte. Aber auch ihn konnte ich gut verstehen. Das wurde von der Autorin einfach total glaubhaft vermittelt.

Das einzige Manko war für mich, dass gerade in der ersten Hälfte immer mal wieder ein paar Längen vorhanden waren. Gerade auf Suzettes Krankheit wurde für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu viel eingegangen. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt so ausführlich haben müssen.

Die Entwicklung gerade von Hanna steigert sich im Buch immer mehr, das war richtig genial dargestellt und hat schon manchmal eine Gänsehaut verursacht. Dabei geht die Geschichte wirklich hauptsächlich an die Psyche, brutale oder blutige Szenen halten sich in Grenzen. Das Ende ist zwar etwas plötzlich, aber in meinen Augen ebenfalls absolut perfekt, weil es für mich authentisch wirkt, und alles andere wäre meiner Meinung nach unrealistisch erschienen.


Fazit

Unschuldsengel hat mich positiv überrascht, denn für mich war dieses Buch nicht einfach nur ein Psychoschocker. Das auch irgendwie, aber es hat absolut realistisch gewirkt und ist dadurch eigentlich auch eine etwas traurige Geschichte. Die Autorin hat die Handlung wirklich super authentisch dargestellt, die Charaktere toll durchdacht. Und gerade Hanna hat schon öfter Gänsehaut verursacht. Bis auf kleinere Längen dazwischen kann ich nicht meckern und bin wirklich begeistert. Für mich ist es ein absolutes Must-Read, 4 Sterne.

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