[REZENSION] ZU “UNENDLICH FUNKENHELL – DU UND ICH DURCH ALLE ZEITEN” VON MICHELLE SCHRENK

[REZENSION] ZU “UNENDLICH FUNKENHELL – DU UND ICH DURCH ALLE ZEITEN” VON MICHELLE SCHRENK

 

Unendlich Funkenhell

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Leseexemplar
Verlag: Ueberreuter
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsdatum: 21.09.2020
Seiten: 416
Print: 18,95 €
Ebook: 15,99 €
Reihe: nein
ISBN:  978-3764171049


Inhalt

Auf der Londoner Tower Bridge stößt die 17-jährige Amy mit einem schwarzhaarigen Jungen zusammen. Er kommt ihr vage bekannt vor und übt eine seltsame Anziehungskraft auf sie aus, scheint sie aber nicht zu kennen. Doch Amy sieht plötzlich Bilder von einem Liebespaar vor sich, das von Verfolgern gejagt von der Brücke springt. Ihre Neugierde ist geweckt. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf die Legende von der Blume des Lebens und ist augenblicklich fasziniert. Als Amy ihrem sympathischen Mitschüler Nathan davon erzählt, warnt er sie jedoch eindringlich vor dem schwarzhaarigen Jungen. Bringt Amy sich in Gefahr, wenn sie in der Vergangenheit herumstochert?

© Ueberreuter Verlag


Meine Meinung

Bei dem Buch war mir von Anfang an klar, dass es so einige Klischees bereithalten wird. Das traumhafte Cover verspricht schon im Vorfeld Romantik und Liebe, was natürlich perfekt zum Inhalt passt.

Es fiel mir leicht in die Geschichte einzutauchen. Die Autorin hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der die Seiten nur so verfliegen hat lassen. Wie schon gedacht, gab es jede Menge Klischees, doch wie diese umgesetzt wurden, hat mir hier super gefallen. Es wurde ein tolles Gleichgewicht geschaffen, sodass es zwar kitschig wirkte, gleichzeitig jedoch auch eine gewisse Sogwirkung auf mich hatte.

Amy war mir direkt sympathisch. Vor allem empfand ich ihre Gabe absolut faszinierend. Die Bilder, die in ihrem Kopf auftauchen, waren so durchdringend beschrieben, dass ich selbst das Gefühl hatte, es würde mich direkt in die Vergangenheit katapultieren. Louis erfüllt zwar jegliches Klischee des mürrischen, unnahbaren Bad Boys mit vielen Geheimnissen. Doch ich mochte ihn sofort. Sein Charakter wirkte auf mich sehr anziehend und nicht so aufdringlich und schleimig wie Nathan.

Gerade in der ersten Hälfte waren diese Eindrücke so verworren, dass ich einfach vollständig gefangen war und unbedingt wissen wollte, wie sich alles zusammenfügen lässt.
Allerdings muss ich sagen, dass sich manches in der Geschichte zum Negativen gewendet hat. Es entwickelt sich ein zeitweises Hin und Her, das mir im Mittelteil doch ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Hier hab ich stellenweise auch mit Amy gekämpft und dachte manchmal nur „Wie naiv und dumm kann man sein“. Die Verlauf war an manchen Stellen zu durchschaubar, sodass ich oft schon vor den Figuren die Lösung wusste und diese am liebsten geschüttelt hätte, weil es so offensichtlich war. Dadurch wirkte manches leider auch unglaubwürdig und wie künstlich herbeigeführtes Drama.

Zum Glück legt sich das wieder und im letzten Drittel kommt die anfängliche Begeisterung zurück und die Autorin hat es geschafft, mich noch mal zu verwirren, Zweifel zu sähen und die Spannung zu steigern. Das Ende fand ich auch sehr gelungen und auch sehr berührend, zwar kitschig, doch auf eine schöne Weise.


Fazit

Unendlich Funkenhell erzählt eine ganz besondere Liebesgeschichte. Die Idee dazu ist nicht neu, aber mir hat diese Umsetzung insgesamt sehr gut gefallen. Bis zur Hälfte war ich begeistert von den ganzen Vorkommnissen, den kleinen Einblicken in die Vergangenheit. Es war wie ein großes Rätsel und ich brannte darauf, es zu lösen.
Zugegeben war der Mittelteil etwas nervig, da hatte ich kurz das Gefühl, es ist zu viel des Guten. Ewiges Hin und Her, zu viel Drama, Naivität und leider viel zu durchschaubar. Glücklicherweise hat die Autorin wieder die Kurve gekriegt und im letzten Drittel geht´s noch mal richtig zur Sache: Was steckt wirklich dahinter? Wem kann man trauen und wem nicht? Sehr gut gemacht! Der Schluss war die perfekte Mischung aus Romantik, Kitsch, aber auch Charme und Witz. Von mir gibt es 4 Sterne!

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