[Rezension] zu „Sternenscherben“ von Teresa Kuba

[Rezension] zu „Sternenscherben“ von Teresa Kuba

Werbung
Rezensionsexemplar
Verlag: Drachenmond
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 12.10.2017
Seiten: 240
Print: 12,90 €
Ebook: 3,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3-95991-154-2

Inhalt

Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden.
Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt.
“Bist du ein Wertloser, Darian?”, versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen.

“Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin.”

Inhalt/Cover: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

Dieses wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb verzaubert. Als dann auch noch klar war, dass es sich um eine Dystopie handelt, musste ich es einfach unbedingt lesen. Der Klappentext klang richtig toll und ich war sehr gespannt, was mich erwarten wird.
Nora Stars gehört zu den Besten im perfekten System. Aber ist dieses System wirklich so perfekt? Sie und viele andere werden ausgebildet, um ihrer Regierung zu dienen, ohne zu hinterfragen und am besten auch ohne eigene Meinung.
Manchmal hat sie es mir wirklich nicht einfach gemacht. Im Grunde mochte ich ihr starkes, loyales Wesen, allerdings gab es auch Momente, in denen ich mich wirklich gefragt habe, wie man so übertrieben gutgläubig sein kann. Auf der anderen Seite kannte sie es nicht anders und sie hat ihre Hoffnung, für den Frieden zu kämpfen, nicht aufgegeben. Die Charaktere im Allgemeinen haben es mir schwer gemacht mit ihnen mitzufühlen, ich konnte keine tiefe Verbindung herstellen. Der Einzige, der mich komplett für sich eingenommen hat, war Darian. Man wusste zwar oft nicht, auf welcher Seite er überhaupt steht, aber seine sarkastische, geheimnisvolle Art hat mir gut gefallen.
Diese Zukunftsversion unserer Welt ist absolut erschreckend und das „perfekte“ System war mir von Anfang an zuwider. Die Menschen werden mehr oder weniger zu Robotern gemacht und die, die sich nicht anpassen wollen, werden zu Verstoßenen. Ich fand diese ganze Grundidee super und habe von Beginn an mitgefiebert und es viel mir schwer, meinen Kindle aus der Hand zu legen. Obwohl nicht viele Kämpfe, oder Ähnliches, passieren, war es zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant. Es waren auch tolle Wendungen vorhanden und insgesamt war es für mich meist unvorhersehbar. Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die Sprünge in der Geschichte. Manche Szenen oder Hintergründe hätte ich gerne ausführlicher gehabt, doch plötzlich springt man zur nächsten Etappe. Allerdings wurden meine wichtigsten Fragen am Ende alle beantwortet und ich war auch mit dem Ausgang sehr zufrieden.
 Fazit: Sternenscherben ist eine geniale, wenn auch beängstigende Dystopie, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Es war durchwegs spannend, der Schreibstil super angenehm und man konnte sich diese Zukunftsversion unserer Welt auch sehr gut vorstellen. Einziges Manko für mich waren die stellenweise fehlende Tiefe der Charaktere und die Sprünge in der Geschichte. Es blieben keine Fragen offen und doch hätte ich manches gerne etwas ausführlicher gehabt. Insgesamt kann ich das Buch aber auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe verdiente 4 von 5 Sternen.

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.