[REZENSION] ZU “RIVERGOLD” VON ALLY CONDIE

[REZENSION] ZU “RIVERGOLD” VON ALLY CONDIE

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Presseexemplar
Verlag: Fischer
Genre: Dystopie / Sci-Fi
Erscheinungsdatum: 23.10.2019
Seiten: 368
Print: 18,99 €
Ebook: 16,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3841422248


Inhalt

Ally Condie, internationale Bestsellerautorin der »Cassia & Ky«-Trilogie, kehrt mit »Rivergold« zurück ins Jugendbuch. Ein emotional packender dystopischer Roman über den Weg einer jungen Frau, Trauer und Wut hinter sich zu lassen und die innere Stärke zu finden, ihrem eigenen Kurs zu folgen. Es gibt etwas, das Romy Blythe, die siebzehnjährige Kapitänin des Baggerschiffs »Lily«, noch mehr will als das Gold, das sie aus dem Serpentine River graben: Rache. Romy hat geschworen, die Feinde zu vernichten, die ihren Freund getötet haben. Doch während sie ihr Schiff durch die gefährliche Strömung steuert, muss sie feststellen, dass sie nicht allen in ihrer Crew vertrauen kann. Mindestens ein Verräter ist an Bord. Andere sind aufrichtiger, als sie glaubt. Während der letzten Fahrt der »Lily« findet Romy heraus, wer sie geworden ist, wer sie sein möchte und wie die Liebe sie verändert hat.

© Cover/Inhalt: Fischer Verlag


Meine Meinung

Die Autorin hatte ich noch positiv in Erinnerung durch die Cassia & Ky-Reihe, die mir sehr gut gefallen hat. Ich wusste, sie schreibt besonders und war gespannt, was mich hier erwarten würde.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich war sofort berührt von der Bindung zwischen Romy und Call. Dieser Anfang war sehr emotional und bewegend beschrieben. Allerdings war davon im restlichen Buch leider gar nichts mehr zu spüren.

Die innere Zerrissenheit der Prota war durchwegs spürbar und ich konnte ihren Schmerz auch nachvollziehen, allerdings ist sie so von Hass und Zorn zerfressen, dass es anstrengend war beim Lesen. Obwohl ihre Rachegefühle so gut vermittelt werden konnten, habe ich es nicht geschafft, eine Verbindung zu ihr herzustellen, sie wirkte dadurch auch unnahbar, auch irgendwie unsympathisch und eigentlich auch etwas unglaubwürdig. Beim Lesen habe ich sogar immer wieder ihren Namen vergessen, und so ging es mir leider auch mit den restlichen Figuren, sie blieben blass und ziemlich nichtssagend. Was sehr schade war, denn die Story an sich hatte eigentlich so viel Potenzial gehabt. Es waren so viele Ansätze dabei, auch das Setting hätte so viel zu bieten gehabt. Doch leider wurde alles nur kurz erwähnt, aber nicht tiefer darauf eingegangen.

Es war jede Menge Action geboten, Piraten, Kämpfe, Verrat, die Frage, wer eigentlich in dieser Geschichte die Guten und wer die Bösen sind, stand immer im Raum. Doch auch hier habe ich Kritik. Wo sollte diese Geschichte eigentlich genau hinführen? Mir war das zu wenig Hintergrundinformation. Zu wenig Infos über die gegenseitigen Gruppen. Es kamen Wendungen, gerade zum Ende hin, die ich zwar nicht vorhergesehen habe, die aber total uninteressant wirkten. Dabei habe ich mich nur gefragt, ja und jetzt? Was war eigentlich der Sinn dahinter? Und viele Dinge wurden einfach immer wieder viel zu schnell abgehandelt. Da waren keine Gefühle, kein Mitfiebern, nichts. Wirklich sehr schade, denn wie gesagt, eine zerstörte Welt als Setting, Piraten und andere Kämpfer, das bietet so viel Potenzial, und wurde hier in keinster Weise genutzt.


Fazit

Rivergold hat eigentlich so viel versprochen. Ein geniales Setting, Spannung pur, Piraten, Kämpfe, Verrat. Dann war auch der Anfang noch richtig vielversprechend. Leider blieb es bei den ersten paar Seiten. Im Grunde habe ich es so empfunden, dass die Geschichte mit voranschreitender Seitenzahl immer schlechter wurde. Da kam nichts bei mir an, keine Gefühle, die Figuren blieben blass, ich konnte mir die Namen nicht mal während des Lesens merken. Es ging hauptsächlich nur um Romy, die sich auf ihrem persönlichen Rachefeldzug befindet und nicht mal zu ihr konnte ich eine Verbindung aufbauen. Wo in der ersten Hälfte noch Spannung war, konnte ich in der zweiten gar nicht mehr nachvollziehen, wohin die Story am Ende überhaupt führen soll. Da kamen keine Infos, kein Hintergrundwissen, alles wurde schnell abgehandelt und nur kurz angerissen. Warum habe ich überhaupt zu Ende gelesen, fragen sich manche vielleicht? Der Schreibstil ist locker, angenehm, und wie gesagt, vor allem in der ersten Hälfte war ja durchaus immer wieder mal Spannung da. Aber es wurde eben immer nur alles angeschnitten, da waren zig gute Ansätze, und dabei blieb es aber auch. Ich kann hier absolut keine Leseempfehlung geben, und auch leider nur 2 Sterne.

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