[REZENSION] ZU “RAUBTIERAUGEN” VON TOBIAS QUAST

[REZENSION] ZU “RAUBTIERAUGEN” VON TOBIAS QUAST

Raubtieraugen

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Leseexemplar
Verlag: Droemer
Genre: Horrorthriller
Erscheinungsdatum: 02.11.2021
Seiten: 432
TB: 14,99 €
Ebook: 12,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3426527061


Inhalt

Ein düsteres Schloss im Moor, ein grausames Geheimnis und ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt:
Gekonnt lässt Tobias Quast in seinem Horror-Thriller »Raubtieraugen« die anfängliche leise Beunruhigung zu wahrem Grauen anwachsen.

In London scheint der Münchner Julius am Ziel seiner Träume angekommen – doch dann steht er plötzlich ohne Job und ohne Wohnung da, und das ausgerechnet, als seine 6-jährige Tochter Emilia zu Besuch ist. Ein glücklicher Zufall beschert den beiden eine Einladung auf Wargrave Castle, den Familiensitz der Hardings in den North York Moors.
In dem düsteren Schloss verschwindet jedoch nicht nur Juliusʼ Handy spurlos und er hört Schritte, wo niemand ist: Die Hardings sind so begeistert von Emilia, dass Julius seine Tochter kaum noch zu Gesicht bekommt. Was dann geschieht, übersteigt selbst seine finstersten Albträume …

© Droemer Knaur Verlag


Meine Meinung

Das Buch klang einfach zu gut und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Für mich war es auch die erste Geschichte des Autors.

Was für mich schnell klar war, der Autor nimmt sich Zeit mit dem Aufbau und man erfährt nur nach und nach die Details der Handlung. Oft war mir das aber zu viel Zeit. Natürlich ist es wichtig, die Figuren kennen zu lernen, hier den Prota Julius, doch leider empfand ich es häufig zu ausführlich und langatmig. Gleichzeitig kamen dann aber zum Glück immer wieder Vorkommnisse dazwischen, die dann doch zum Weiterlesen animiert haben. Zum Glück! Denn das Weiterlesen hat sich gelohnt und die Story hat zunehmend unheimlichere Züge angenommen. Gerade zum Mittelteil hin war ich sehr eingenommen von dem Schloss und der Atmosphäre, dazu die skurrilen Hardings. Leider ist meine Euphorie viel zu schnell wieder abgeflacht, denn immer wieder kamen diese Längen, die einfach die Spannung rausgenommen haben.

Manchmal empfand ich den Schreibstil auch etwas wirr, gerade in den Abschnitten über die Vergangenheit. Es hat zwar zur Situation gepasst, trotzdem war es nicht ganz mein Geschmack. Dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mich allgemein lange im Unklaren gelassen, was an und für sich gut gemacht wurde. Ich hatte ewig wirklich absolut keine Ahnung, was die Zusammenhänge sein könnten. Auch die Charaktere waren super gezeichnet. Mir war zwar von Anfang an bewusst, dass mit den Hardings etwas nicht stimmt, doch wie genau die Hintergründe sind, konnte ich nicht erahnen. Auch bei Julius wusste ich teilweise nicht so richtig, was ich von ihm halten soll. Auf der einen Seite hatte ich Mitleid mit ihm, auf der anderen habe ich mich aber auch gefragt, inwiefern der äußere Schein trügen könnte. Das hat der Autor absolut klasse dargestellt!


Fazit

Raubtieraugen bietet eigentlich eine tolle Handlung mit genial durchdachten Komponenten. Es gibt eine unheimliche Atmosphäre und skurrile Charaktere, dazu jede Menge Überraschungen. Trotzdem konnte es mich insgesamt nicht vollständig überzeugen. Der Grund dafür ist für mich der ausschweifende Schreibstil, wodurch die Spannung immer wieder abgeflacht wurde. Vieles war mir viel zu langatmig erzählt. Das ist sehr schade, denn die Grundidee war klasse! Am Ende kann ich so allerdings nur sagen, man kann es lesen, ich empfinde es aber nicht als Must-Have. 3 Sterne!

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