[REZENSION] ZU “MENTIRA 1- STADT DER LÜGEN” VON CHRISTINA HIEMER

[REZENSION] ZU “MENTIRA 1- STADT DER LÜGEN” VON CHRISTINA HIEMER

Verlag: Impress / Carlsen (Neuauflage)
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 05.12.2019
Seiten: 430
Ebook: 3,99 €
Reihe: ja / Band 1


Inhalt

*In einer Welt, in der nur die Wahrheit zählt, kann eine einzige Lüge alles verändern.**
Melia ist ein Mitglied der Ruína und als solches ist die Wahrheit tief in ihr verwurzelt. Doch durch den Auftrag, ein mysteriöses Buch aus vergessenen Zeiten ausfindig zu machen, gerät das Vertrauen in ihre Schwesternschaft ins Wanken. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und flieht. Aber außerhalb der Stadtmauern Mentiras liegt eine Welt, in der die Wahrheit kein Gewicht hat, in der Lügen und Betrügereien zum Alltag gehören. Hier trifft sie auf Jaron, einen verstoßenen Wächter. Und obwohl sich Melia der Gefahr bewusst ist, schenkt sie dem Mann mit den stechend grünen Augen ihr Herz …

© Cover/Inhalt: Impress / Carlsen


Meine Meinung

Das Cover hat mich ja auf Anhieb verzaubert und der Titel klang einfach zu gut, ich war sofort neugierig, was mich erwartet.

Christina hat einen angenehmen, lockeren Schreibstil, der es einem leicht macht, in die Geschichte einzutauchen und die Seiten sind von Anfang an nur so verflogen. Zwar finde ich ihn auch stellenweise noch etwas holprig, aber das hielt sich in Grenzen und hat meinen Lesefluss nicht nachhaltig gestört.

Melia war mir im Grunde sofort sympathisch, aber ich hatte auch zwischendurch ein paar Probleme mit ihren Entscheidungen. Ihre neugierige Art mochte ich und ich habe auch sofort mit ihr mit gefiebert. Es gab aber immer wieder Momente, in denen sie mir etwas zu sprunghaft und zu “weich” war, was eigentlich aber doch wieder zu ihr und ihrer Vergangenheit gepasst hat.

Wem ich auf Anhieb richtig verfallen bin, ist Jaron. Das war für mich beim Lesen der perfekte Charakter zum Anschmachten, geheimnisvoll, stellenweise leicht düster und grüblerisch, einfach toll.
Dann gab es auch einige Charaktere, die ich nicht so ganz einordnen konnte und ich nicht so recht weiß, woran man ist, aber genau das fand ich super dargestellt. Jedenfalls sind mir die Personen in der Geschichte sofort im Gedächtnis geblieben, was ein sehr gutes Zeichen ist.

Dann kam Sombra und von diesem Setting, der Atmosphäre und auch einigen weiteren Personen war ich begeistert.
Lange konnte ich auch nicht so richtig einschätzen, wo die Geschichte hingeht, was steckt hinter den ganzen Andeutungen. Es gab dann auf jeden Fall immer wieder überraschende Wendungen und Momente, da dachte ich mir echt, wow, hätte ich nie damit gerechnet. Vor allem das letzte Drittel hatte es in sich und ich bin gar nicht mehr zum Durchatmen gekommen. Das Ende ist etwas fies, genial und absolut vielversprechend im Bezug auf die Fortsetzung. Es gibt allerdings noch einen kleinen Epilog, der den Cliffhanger ein wenig erträglicher macht und ich fand den echt toll.


Fazit

Mit Mentira hat die Autorin eine interessante Welt geschaffen, die mich gleich fasziniert hat. Ich kam leicht in die Geschichte rein und hatte sie auch binnen kürzester Zeit durch. Es war insgesamt genug Spannung dabei, dass es mir einfach schwer viel, das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn der Schreibstil teilweise noch etwas holprig war, so hat er mir größtenteils super gefallen und ich konnte mir alles hervorragend vorstellen. Die Charaktere liebe ich, die Emotionen kamen an und auch die leicht düstere Atmosphäre wurde super dargestellt. Für mich war dies ein absolut gelungener Auftakt, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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