[REZENSION] ZU “IM ZEICHEN DER ACHT” VON BENJAMIN LEBERT

[REZENSION] ZU “IM ZEICHEN DER ACHT” VON BENJAMIN LEBERT

Im Zeichen der Acht

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Presseexemplar
Verlag: Arctis
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsdatum: 13.03.2020
Seiten: 324
Print: 19,00 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3038800330


Inhalt

Acht Kämpfer. Ein Schicksal.

Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie sind gekommen, um Verbündete zu finden für den alles entscheidenden Kampf der Acht.
Der unsere Zukunft besiegeln wird.

© Cover/Inhalt: Arctis Verlag


Meine Meinung

Dieses Buch klang wirklich unheimlich gut und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Auch optisch wurde hier alles richtig gemacht, die Aufmachung, vor allem auch mit diesem tollen Buchschnitt passt perfekt zur Story.

Was mir sehr schnell klar war, ist, dass wir hier eine besondere Geschichte haben, mit einem ganz besonderen, poetischen Schreibstil. Das hat mir sofort gefallen, weil es einfach mal etwas anderes war, ich war aber auch überrascht, weil das im Jugendbuch-Bereich eher selten der Fall ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es nichts für die breite Masse ist. Auch wegen dem teils brutalen Inhalt hätte ich jetzt mehr auf ein Erwachsenenbuch getippt. Aber das ist immer ein schwieriges Thema und fließt in meine Bewertung nicht mit ein.

Es gab von Anfang an eine sehr düstere Grundstimmung, was mir richtig gut gefallen hat. Allerdings war vieles auch sehr verwirrend und gleichzeitig hatte die Story eine Art Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Die Grundidee gefällt mir auch total gut, das Setting war toll, es gab so einige Überraschungen. Lange wusste ich aber nichts über die Hintergründe und wie alles zusammenhängt. Hier muss ich gestehen, dass mir das auch am Ende nur bedingt klar war. Ich hätte gerne mehr Informationen gehabt. Der Aufbau war im Grunde sehr gelungen, nach und nach erfährt man mehr über die Zusammenhänge, ich habe das Lesen sehr genossen, aber ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass alles nur oberflächlich angeschnitten wird.

Und damit kommen wir zu meinem größten Problem mit diesem Buch. Die Geschichte ist sehr umfassend, es kommen viele Personen vor und auch die Vergangenheit spielt eine große Rolle. Bei knapp 300 Seiten eines Einzelbandes, ist es leider nicht möglich, hier in die Tiefe  zu gehen. So blieb mir vieles zu knapp, zu schnell abgehandelt und auch die Figuren sind mir fremd geblieben. Die Beschreibungen und das Einfließen alltäglicher Probleme dieser Jugendlichen hat der Autor meisterhaft beherrscht. Es lässt sich toll herauslesen, dass nicht alles schwarz oder weiß ist, dass Gut und Böse nicht so einfach zu bestimmen sind. Aber mir war eben alles zu kurz gehalten! Auch der eigentliche Kampf war viel zu schnell vorüber und größere Überraschungen blieben dabei aus. Weil die Geschichte an sich aber so außergewöhnlich und speziell einzigartig ist, hat mir das Buch trotz der Kritik gut gefallen.


Fazit

Im Zeichen der Acht hat eigentlich eine geniale Grundstory, Figuren mit viel Potenzial, und der poetische Schreibstil des Autors hat mich wirklich durch die Geschichte getragen. Das alles hat aber am Ende leider nicht komplett überzeugt, weil die Story in meinen Augen viel mehr Raum verdient und auch gebraucht hätte. Bei knapp 300 Seiten kann einfach nicht so in die Tiefe gegangen werden, damit alles beleuchtet wird. Und mir war es hier zu wenig. Vieles wurde nur angeschnitten, dazu gab es sehr viele Figuren, die man kennengelernt hat. Aber eine emotionale Verbindung blieb aus, weil schnell von einer Person zur nächsten gesprungen wurde. Dadurch konnte ich keinen Bezug herstellen. Das war sehr schade, denn die Story an sich war schön düster, teils ziemlich brutal, sie hatte das gewisse Etwas, allein wegen dem tollen Schreibstil, es war skurril und mit nichts vergleichbar. Doch wie gesagt, konnte leider alles nur oberflächlich und zu schnell abgehandelt werden. Trotzdem kann ich das Buch für zwischendurch empfehlen, und auch der Autor ist grundsätzlich einen zweiten Blick wert. Von mir gibt es 3,5 Sterne, 4 auf den gängigen Portalen.

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