[REZENSION] ZU “IM SPUKHAUS” VON JONATHAN JANZ

[REZENSION] ZU “IM SPUKHAUS” VON JONATHAN JANZ

Im Spukhaus

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Presseexemplar
Verlag: Festa
Genre: Horror
Erscheinungsdatum: 23.01.2020
Seiten: 448
Print: 14,99 €
Ebook: 4,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3865528025


Inhalt

Der Schriftsteller David Caine ist ein bekannter Skeptiker des Übernatürlichen. Deshalb lädt ihn ein Freund ein, einen Monat im »unheimlichsten Spukhaus von Virginia« zu verbringen.
David glaubt, dass so wie sonst auch nichts passieren wird. Aber dieses alte Gebäude wird tatsächlich von Gestalten aus seiner blutigen Vergangenheit heimgesucht.
Und dann ist da das Mädchen Anna, die sich wegen David vor vielen Jahren das Leben nahm. Sie scheint ihm ins Haus gefolgt zu sein …

© Cover/Inhalt: Festa Verlag


Meine Meinung

Das Cover ist mal ein echter Hingucker, gruselig und macht auf jeden Fall Lust auf mehr, in der Erwartung eines Horror-Klassikers.

Das Buch beginnt auch mit den typischen Elementen: abgelegenes, düsteres Setting mit Waldgebiet, ein Spukhaus, das allein von der Beschreibung her schon Gänsehaut beschert und natürlich ein Skeptiker, der sich dem Spuk stellen wird. Allerdings gibt es dieses Mal sogar ein paar Nachbarn, die hier in diesem Fall einen zusätzlichen Spannungsbogen dargestellt haben.

Die Geschichte schreitet im ersten Drittel gemächlich voran, langweilig empfand ich es jedoch zu keiner Zeit. Allein die Hintergründe und die Umgebung haben immer wieder Spannung aufkommen lassen und mich bei Laune gehalten.

Es gab für mich erst mal nur eine kleine Kritik betreffend den Protagonisten. An und für sich, war er mir trotz seiner übertriebenen Zweifel allem Übernatürlichem gegenüber, sehr sympathisch. Aber es gab so Momente, da hat mich seine Ignoranz doch ein wenig genervt. Zum Glück verliert sich das aber im Laufe der Handlung immer mehr, sodass dies meine Bewertung im Gesamten nicht beeinflusst hat.

Richtig gut gefallen hat mir, dass sich der Grusel langsam aufbaut. Es gibt nach und nach steigende Vorkommnisse, dazu düstere Zimmer, allgemein ein Gefühl, das Gänsehaut verursacht und das der Autor sehr gut vermittelt hat. Die dunkle Stimmung war geradezu greifbar. Und langsam aber sicher, greift diese Furcht auch auf den Leser über, und abends alleine Zuhause, mit schummrigen Licht, wurde mir schon etwas mulmig zumute. Damit hat der Autor meine Erwartungen also absolut erfüllt.

Alexander House ist ja das perfekte Setting für so ein Buch und natürlich dreht sich irgendwie alles um diesen Ort. Der Autor hat es geschickt konstruiert, indem er die Geschichte ausbaut und die einzigen unmittelbaren Nachbarn miteinbezieht. Wie am Ende alles zusammenläuft hat mir sehr gut gefallen, obwohl für mich keine allzu großen Überraschungen dabei waren. Wenn die Umsetzung passt, brauche ich das aber auch nicht immer, gerade bei solchen Klassikern geht es mir in erster Linie immer um die gruselige Grundstimmung und diese wurde in meinen Augen hier erreicht.

Obwohl diese Geschichte im Großen und Ganzen ohne viel Blut auskommt, so gibt es doch vor allem im letzten Drittel so einige ausführliche brutale Szenen, die sicherlich nichts für schwache Nerven sind.


Fazit

Im Spukhaus bringt natürlich allein durch den Titel eine gewisse Erwartungshaltung mit. Und ja, ich muss sagen, ich persönlich habe mich stellenweise sehr gegruselt. Die düstere Stimmung kam perfekt bei mir an, vor allem hat hier das geniale Setting um Alexander House einen großen Anteil dazu beigetragen. Natürlich kamen auch so einige Klischees, ganz im Sinne des klassischen Spuk-Horrors: wie schon erwähnt ein altes furchterregendes Herrenhaus, eine recht abgelegene Umgebung mit Wald, David als typischer Skeptiker allem Übernatürlichen gegenüber und jede Menge Geheimnisse.
Wer all das so sehr liebt wie ich, der wird an diesem Buch auf jeden Fall seine Freude haben. Es war spannend, alles hat sich langsam aufgebaut und dann bis zum Schluss immer mehr gesteigert. Der große Knall blieb in meinen Augen zwar aus, aber das komplette Ganze hat mich einfach begeistert, 5 Sterne.

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