[REZENSION] ZU “FANGIRL – NÄHER ALS DU DENKST” VON MICHAEL BARTH

[REZENSION] ZU “FANGIRL – NÄHER ALS DU DENKST” VON MICHAEL BARTH

Fangirl

Verlag: Selfpublisher
Genre: Psychothriller
Erscheinungsdatum: 24.08.2019
Seiten: 272
Print: 10,99 €
Ebook: 2,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-1687859518


Inhalt

Wann wird aus Bewunderung Besessenheit und aus einem Fan ein Fanatiker? Wann wird aus Liebe blanker Hass? Und was, wenn ein kleiner Fehler dein ganzes Leben zu zerstören droht?Fragen, denen sich der frischgebackene Bestseller-Autor Mario Drechsler nach einer verhängnisvollen Nacht mit seinem größten Fan stellen muss, während sein Leben zu einem nicht enden wollenden Albtraum mutiert.Ein fiktiver Psychothriller, der aber durchaus so oder ähnlich geschehen sein könnte.

© Cover/Inhalt: Michael Barth


Meine Meinung

Endlich mal wieder eine Geschichte von Michael Barth. Seit einer gefühlten Ewigkeit hat dieses Buch darauf gewartet, von mir gelesen zu werden. Ich mag den Autor für seine einzigartigen Thriller, die nicht nach einem 0815-Schema ablaufen und war sehr gespannt auf dieses Buch.

Dass wir hier einen Psychothriller haben, merkt man recht schnell. In der ersten Hälfte wurde schon deutlich, dass es relativ unblutig und nicht so brutal wie in vielen seiner anderen Werke zugeht. Und das muss es auch  nicht, denn es kommt immer auf die Umsetzung an.

Wir lernen Mario kennen, einen deutschen Bestseller-Autor, der mit seinem früheren Kumpel auf Kneipentour geht und unverhofft auf einen Fan trifft, der ihm sein Leben zur Hölle machen wird.

Ich muss ja gestehen, dass mir die erste Hälfte stellenweise fast etwas zu ruhig war, aber letztendlich war es nötig, die Story so darzustellen, damit man sich am besten hineinversetzen kann.
Dabei hat es der Autor meisterlich geschafft, mich in die Richtung zu lenken, die er haben will, meine Sympathien so zu vergeben, wie er es sich wünscht und diesen Prozess hat er dann durch die gesamte Handlung hindurch gelenkt.

Vieles hat sich im Lauf der Geschichte gewandelt, man merkte, nichts ist wirklich so wie es im ersten Moment scheint, oder vielleicht doch? Das ist die Frage, die sich durch das komplette Buch zieht und die ihr am Ende selbst beantworten müsst.

Das letzte Drittel hat dann noch mal deutlich an Fahrt aufgenommen und hier kommen auch ein paar Szenen dazu, die nichts für Zartbesaitete sind. Insgesamt haben wir aber einen toll konstruierten Psychothriller, der zu schocken weiß, ohne große Brutalität einsetzen zu müssen.


Fazit

Fangirl ist wieder mal ein absolut gelungenes Werk, der besonders auf psychischer Ebene punkten kann. Das wiederum beweist, wie vielseitig dieser Autor ist. Er kann mit ruhigeren Thrillern ebenso überzeugen wie mit blutigen und brutalen Schmökern.
Die Geschichte baut sich langsam auf, man erlebt den Alltag von Mario, lernt ihn kennen und gleichzeitig ist man über den Zusammenhang mit dem Epilog verwirrt. Das hat mir alles super gefallen. Nach und nach kam dann immer mehr Spannung dazu, auch die Entwicklung der Charaktere wurde authentisch und teils auch beängstigend dargestellt und am Ende merkt man, der Autor hat den Leser genau da, wo er ihn haben wollte, der Leser selbst sich aber nicht gesehen hätte. Insgesamt ist das Buch absolut lesenswert, da ich persönlich aber einen Tick mehr Adrenalin im ersten Teil vertragen hätte, vergebe ich 4 Sterne, natürlich trotzdem mit unbedingter Leseempfehlung.

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