[REZENSION] ZU “DREIVIERTELTOT” VON CHRISTINA STEIN

[REZENSION] ZU “DREIVIERTELTOT” VON CHRISTINA STEIN

[Werbung] “Dreivierteltot” habe ich vom Verlag als Leseexemplar erhalten. Herzlichen Dank!

 

Auf dem schottischen West Highland Way begegnet Kim dem ebenso attraktiven wie mysteriösen Sky. Er taucht immer dort auf, wo Kim gerade ist, und flirtet auf dreiste Weise mit ihr – obwohl Kim mit ihrem Freund Jon unterwegs ist. Bei Kim schrillen alle Alarmglocken, irgendetwas stimmt hier nicht. Verstärkt wird ihre düstere Ahnung von rätselhaften WhatsApp-Nachrichten, die sie von ihrer besten Freundin Emma bekommt. Sind es Warnungen? Hilferufe? Emma ist nicht zu erreichen. Und dann findet Kim eine Leiche in einem allzu vertrauten Kleid …

© Fischer / Sauerländer


Verlag: Fischer / Sauerländer
Genre: Jugendthriller, ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: 23.02.2022
Seiten: 352
Paperback: 13,00 €
Ebook: 9,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3737359146


Meine Meinung

Von dieser Autorin kannte ich schon zwei Bücher, die mich überzeugt haben, von daher war schnell klar, dass ich auch dieses unbedingt lesen möchte. Das Cover finde ich wieder sehr gelungen und optisch ist es an den Vorgänger, “Searching Lucy”, angelehnt, wobei aber die Storys nichts miteinander zu tun haben. Trotzdem finde ich es schön, da man es sofort mit der Autorin in Verbindung bringt.

Christina Stein hat einen tollen einfühlenden Schreibstil. Es handelt sich in meinen Augen um keinen klassischen Jugendthriller, sondern eher um eine tiefgründige, emotionale Geschichte mit Thrill-Elementen. Das ändert für mich aber nichts an der Tatsache, dass ich diese gesamte Mischung wirklich mochte und am Ende begeistert war.

Wir lernen Kim und Jon kennen, die auf einer besonderen Reise in Schottland unterwegs sind und anfangs mochte ich die Prota wirklich sehr, das hat sich im Wesentlichen auch nicht geändert. Man merkt nur ab einem Punkt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Die Figur “Sky” hat mir auch ganz gut gefallen, man wusste auch nie so richtig, woran man bei ihm ist, das war sehr treffend dargestellt. Die emotionale Bindung zu den Charakteren hätte allgemein etwas intensiver sein könnte, doch die Handlung an sich fand ich klasse und hat mich gerade im letzten Drittel doch sehr berührt.

Was ich wirklich sehr gelungen fand, ist, dass man mit der Zeit nicht mehr genau zuordnen konnte, was real ist, was nicht, wem kann  man trauen, wem nicht, da war ich wirklich oft unsicher. Es gab doch einige Wendungen und Stränge, die am Ende schön zusammenfinden, die ich aber nicht komplett vorhersehen konnte.
Beim Hauptstrang allerdings war mir sehr schnell bewusst, wo das hinführen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob das von der Autorin so gewollt war, sollte das nicht der Fall sein, dann waren manche Hinweise zu offensichtlich. Mir persönlich hätte es noch besser gefallen, wenn sich mein früher Verdacht nicht bewahrheitet hätte. Aber ich muss mich wiederholen, insgesamt fand ich das Buch echt gelungen und musste am Ende ein paar Tränchen verdrücken. Das passiert mir bei Thrillern auch nicht oft!


Fazit

Dreivierteltot konnte mich insgesamt absolut überzeugen. Ich war von der ersten Seite an gefangen und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Autorin schreibt so einnehmend und spannend, dabei handelt es sich nicht mal um einen typischen Thriller, aber diese Geschichte war psychologisch beängstigend und emotional dargestellt. Schade war nur, dass ich sehr früh den Hintergrund erkannt habe. Trotzdem gab es noch viele kleine Stränge, die am Ende gut durchdacht zusammengeflossen sind. Dazu kam noch, dass es mich wirklich emotional berührt hat und mir am Schluss ein paar Tränen gekommen sind. Insgesamt war es für mich ein absoluter Pageturner, den ich gerne weiterempfehle. 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen!

Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.