[REZENSION] ZU “DIE VERSCHWUNDENEN STUDENTINNEN” VON ALEX MICHAELIDES

[REZENSION] ZU “DIE VERSCHWUNDENEN STUDENTINNEN” VON ALEX MICHAELIDES

Die verschwundenen Studentinnen

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Leseexemplar
Verlag: Droemer
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 01.07.2021
Seiten: 352
TB: 14,99 €
Ebook: 12,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3426282151


Inhalt

An Marianas ehemaligem College in Cambridge wird eine Studentin tot aufgefunden, brutal ermordet. Auf dem Campus geht die Angst um. Die Trauma-Therapeutin macht sich auf den Weg, um ihrer dort eingeschriebenen Nichte beizustehen. Kaum angekommen, verschwinden zwei weitere Studentinnen. Ihre Nachforschungen führen Mariana tief in eine ebenso düstere wie unheimliche Parallelwelt am College. Hat der exzentrische Professor, der offenbar nicht nur einem ominösen Geheimbund vorsteht, sondern zudem einen unheimlichen, uralten Kult wiederzubeleben scheint, etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun? Oder ist die Wahrheit deutlich komplizierter – und persönlicher?
Während die Polizei den Fall schon abgeschlossen glaubt, öffnen sich für Mariana im wahrsten Sinne des Wortes die Tore zur Unterwelt …

© Droemer  Knaur Verlag


Meine Meinung

Nachdem mich “Die stumme Patientin” des Autors total begeistert hat, war ich mehr als gespannt auf den neuen Thriller. Der Klappentext klang sehr vielversprechend und auch das Cover ist wieder ein echter Blickfang.

Meine anfängliche Freude auf das Buch wurde zwischendurch mal kurz getrübt, als sich einige negative Meinungen zum Buch gehäuft hatten. Nachträglich bin ich aber wie immer froh, dass ich mir ein eigenes Bild gemacht habe, denn ich war von diesem Buch insgesamt sehr angetan.

Der Autor hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der mich von Anfang bis Ende durch das Buch getragen hat. Ich mochte es nicht aus der Hand legen, weil ich es unheimlich spannend empfand, obwohl es im Vergleich zu anderen Thrillern eher ruhig und auch größtenteils unblutig zugeht. Gegenüber der Prota, Mariana, bin ich neutral gewesen, ich mochte sie nicht unbedingt, fand sie aber auch nicht komplett unsympathisch. Das war etwas seltsam, doch im Prinzip hat mich das trotzdem nicht gestört. Besonders gut gefallen hat mir, dass jede Figur in dieser Geschichte auf eine Weise seltsam und eigen ist, sodass wirklich jeder der Täter sein könnte. Zumindest ging es mir so beim Lesen!

Mariana hat sich vorgenommen, die Morde an den Studentinnen aufzuklären und die Ermittlungen mit ihr haben mir echt super gefallen. Ich liebe es, wenn man durchwegs mit überlegen kann, Dinge nach und nach aufdeckt, oft nicht genau weiß, was man von bestimmten Erkenntnissen halten soll, auch mal in Sackgassen landet und letztendlich wieder alles anders kommt als erwartet. So ging es mir häufig während des Lesens. Im Buch gibt es auch viele Anspielungen auf griechische Götter, das fand ich manchmal ganz interessant und toll durchdacht, an anderen Stellen war es mir dann doch zu speziell.

Die Auflösung selbst fand ich eigentlich recht unspektakulär. Im Prinzip wurde alles genial konstruiert, doch so ganz unerwartet fand ich das Ende dann doch nicht. Ein paar Überraschungen gab es, aber bei manchem lag ich mit meiner Vermutung auch richtig.


Fazit

Die verschwundenen Studentinnen ist insgesamt ein eher ruhiger Thriller und doch habe ich genau das bekommen, was ich mir erhofft hatte. Von Anfang bis Ende konnte ich mit Mariana mit rätseln und versuchen, die Morde aufzudecken. Dabei war jeder irgendwie verdächtig, denn die Charaktere in dieser Story sind alle eigen bis hin zu skurril und auch jeder hat irgendetwas zu verbergen. Der Aufbau war schon ziemlich fantastisch gestaltet. Der Spannungsbogen hat sich konstant durch die Geschichte gezogen und die Seiten verfliegen lassen. Allein das Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack und ich hätte mir einen größeren Überraschungseffekt gewünscht. Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen und vergebe 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen!

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