[REZENSION] ZU “DIE NEBEL VON SKYE” VON KATHARINA HERZOG

[REZENSION] ZU “DIE NEBEL VON SKYE” VON KATHARINA HERZOG

Die Nebel von Skye

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Leseexemplar
Verlag: Loewe
Genre: Romantasy
Erscheinungsdatum: 08.10.2020
Seiten: 400
Print: 14,95 €
Ebook: 9,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3743206205


Inhalt

Ferien in den schottischen Highlands könnten so romantisch sein. Aber mitten im Winter?
Egal, wenn Tante Mathilda die ganze Familie auf die Isle of Skye einlädt, müssen alle mit. Schließlich ist die Tante schwerreich und hat keine Erben. Enya ist auch gleich ganz verzaubert von Dunvegan Castle, seiner bewegten Vergangenheit und den skurrilen Bewohnern. Vor allem Jona, der Junge aus dem Dorf mit seinem zahmen Bären, geht ihr nicht aus dem Kopf. Tante Mathilda aber scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. Denn sie war schon einmal hier. Vor genau 50 Jahren, in der magischen Nacht von Hogmanay, die sich nun wiederholen könnte …

© Cover/Inhalt: Loewe Verlag


Meine Meinung

Dieses Buch hat nicht nur mit einem traumhaften Cover verführt, der Klappentext hat ein bildhaftes Setting versprochen und ich war sehr gespannt darauf.

Von der ersten Seite an habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt. Enya war mir auf Anhieb sympathisch, die Autorin hält sich nicht mit unwichtigen Details auf und schafft es gleichzeitig, alle nötigen Einblicke in die Familiengeschichte zu geben. Die Geschichte spielt in einem wundervollen Setting und ich habe die malerischen Beschreibungen der Insel Skye inhaliert. Nicht nur die Umgebung ist toll beschrieben, auch das Schloss und seine Vergangenheit kommen perfekt zur Geltung. Dazu wurden ebenfalls die schottischen Mythen gut mit eingebaut.

Im Gegensatz zu ihrer Schwester ist Enya ganz begeistert von der Reise nach Schottland. Mit ihr zusammen die Insel und das Schloss zu erkunden, hat großen Spaß gemacht. Auf dem Anwesen kommt es immer wieder zu Vorkommnissen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Immer mehr taucht man dabei auch in die Geschehnisse der Vergangenheit ein und merkt bald, dass Enya scheinbar mehr damit in Zusammenhang steht, als sie angenommen hatte.

Jona hat mir durchwegs einige Rätsel aufgegeben. Den Charakter an sich fand ich sofort interessant und geheimnisvoll. Doch ich wusste auch oft nicht, woran man bei ihm ist. Seine Motive zu durchschauen, ist mir schwer gefallen, was von der Autorin super inszeniert war.
Obwohl die Geschichte im Großen und Ganzen wunderschön dargestellt wurde, hätte sie an manchen Stellen, gerade im Mittelteil, einen kleinen Tick mehr Spannung vertragen können, und die Figuren sind zwar sympathisch und gut beschrieben, aber die Tiefe hat teilweise ein wenig gefehlt.

Auf den letzten Seiten kann die Autorin allerdings noch mal mit ein paar überraschenden Wendungen sorgen und hier kamen dann auch die Gefühle mit geballter Ladung bei mir an. Da musste ich mir ein paar Tränen verdrücken und empfand es als perfekten Abschluss.


Fazit

Die Nebel von Skye konnte vor allem mit einem fantastischen Setting punkten. Ich konnte mir alles perfekt vorstellen, es war authentisch, bildhaft und detailreich beschrieben. Beim Lesen habe ich große Lust verspürt, unbedingt selbst dorthin zu reisen. Auch die Figuren sind liebevoll gestaltet, so konnte ich Enya direkt ins Herz schließen. Allerdings ist der Mittelteil ein bisschen zu ruhig gewesen für meinen Geschmack, doch trotzdem auch niemals langweilig. Die schottische Insel Skye mit seinen Mythen wurde einfach perfekt integriert, sodass nie Langeweile aufkam. Nur hätte ich mir manchmal ein klein wenig mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht. Das Schloss, die gesamte Umgebung, das ging alles mitten ins Herz, doch die Personen blieben dabei stellenweise  etwas zurück. Die letzten Seiten im Buch zeigen allerdings, dass es auch anders geht, denn hier hat mich die Autorin wirklich zu Tränen gerührt. Die Emotionen sind komplett bei mir angekommen und mit diesem Ende hat sie mich auf ganzer Ebene gekriegt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.

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