[REZENSION] ZU “DIE GÖTTINNEN VON OTERA – GOLDEN WIE BLUT” VON NAMINA FORNA

[REZENSION] ZU “DIE GÖTTINNEN VON OTERA – GOLDEN WIE BLUT” VON NAMINA FORNA

Die Göttinnen von Otera

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Leseexemplar
Verlag: Loewe
Genre: High Fantasy
Erscheinungsdatum: 08.10.2020
Seiten: 512
Print: 19,95 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: ja, Band 1 der Trilogie
ISBN: 978-3743204089


Inhalt

Bitte lass mein Blut rot sein, bitte lass mein Blut rot sein, bete ich.
Als goldenes Blut aus ihren Adern fließt, ist für Deka klar, dass sie nie dazugehören wird. Wegen ihrer dunklen Hautfarbe galt sie schon immer als Außenseiterin. Doch dann kennzeichnet ihr goldenes Blut sie als Alaki, als Dämon. Nur ein Dekret des Kaisers von Otera kann sie retten: Er stellt eine Armee aus den beinahe unsterblichen Alaki zusammen. Deka wird zur Kriegerin ausgebildet und lernt dabei nicht nur zu kämpfen, sondern auch die Gebote infrage zu stellen, durch die sie als Frau ihr Leben lang unterdrückt wurde.

© Loewe Verlag


Meine Meinung

Auf das Buch war ich ab der ersten Sekunde neugierig. Das Cover sticht ins Auge und vor allem der Klappentext hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Mit der Geschichte war es dann genauso. Ich war ab der ersten Seite in dieser Welt gefangen und wollte gar nichte mehr auftauchen. Wir lernen Deka kennen, die an einem Ort lebt, an dem Frauen so gut wie keine Rechte haben. Oberstes Gebot ist, dass sie sich den Männern unterordnen. Sie dürfen sich nicht enthüllt bewegen, sie sollten nicht einmal ohne männliche Begleitung unterwegs sein. Das Wichtigste ist aber, dass eine Frau als rein gilt. Deka hat Angst vor diesem Ritual, dem sich jeder Teenager irgendwann stellen muss und als sich alle ihre Befürchtungen bewahrheiten, ändert sich ihr Leben für immer.

Was für eine Story kann ich nur sagen! Ich konnte mich in Deka sofort hineinfühlen. Sie ist mit den Geboten ihres Dorfes aufgewachsen und ich konnte ihre Ängste sehr gut nachvollziehen. Emotional gesehen habe ich die komplette Palette durchgefühlt. Es war alles authentisch und glaubwürdig dargestellt, auch wie sich sogar Dekas Familie und Freunde von ihr abwenden und ihr mit einer Brutalität begegnen, die mich beim Lesen einfach nur wütend gemacht hat. Von Hass über Faszination bis pure Begeisterung war im weiteren Verlauf alles dabei. Als Weißhand in der Geschichte auftaucht, fragt man sich sofort, woran man bei ihr ist, und das sollte sich auch nicht ändern.

Die Handlung ist so unvorhersehbar und gespickt voller Twists und man hat keine Ahnung von dem großen Ganzen. Erst spät entwickelt sich die ein oder andere Vermutung, und am Ende kommt doch vieles ganz anders. Neben Deka gibt es noch weitere Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind. Vor allem ihre Freundinnen, die mit ihr zu Alaki-Kriegerinnen ausgebildet werden, stehen ihr loyal zur Seite und diese Verbindung fand ich sehr berührend dargestellt. Auch Keita, ihr Kampf-Partner, war von Anfang an eine interessante Figur. Der gesamte Zusammenhalt des Teams war toll zu lesen und ich mag sowas in Büchern einfach total, vor allem, wenn  dabei auch zum Leser eine Bindung geschaffen wird, wie es hier der Fall war. In der Geschichte gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte. Diese spielt sich in diesem ersten Band allerdings so im Hintergrund ab, dass man sie lange kaum wahrnimmt. Das hat hier super gepasst, denn es wirkt dadurch glaubhaft, nicht zu schnell oder kitschig und gibt der Hauptstory den nötigen Raum.

Das Buch war so voller Spannung, immer wieder voller Brutalität, voll von Kämpfen und Geheimnissen. Manchmal war ich regelrecht geschockt von den Wendungen und ich bin mehr als gespannt, was da noch kommen wird in den Fortsetzungen.


Fazit

Die Göttinnen von Otera haben mich schon lange im Vorfeld neugierig gemacht. Doch ich muss ehrlich gestehen, dass nicht damit gerechnet hätte, dass ich dem Buch dann so komplett verfalle. Denn das war hier ab der ersten Seite der Fall. Man wird durch den einnehmenden, bildhaften Schreibstil so tief in die Geschichte gezogen, dass man alles um sich herum vergisst und es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Überrascht hat mich auch häufig die Brutalität in der Geschichte, die allerdings perfekt zum Inhalt passt und meiner Ansicht auch die Grenze zur Geschmacklosigkeit in keinster Weise überschreitet. Die Autorin hat nur wirklich alles so authentisch und emotional dargestellt, dass ich mich in die Figuren, vor allem in die Prota, Deka, absolut hineinfühlen konnte. Die Handlung ist ebenfalls perfekt durchdacht, voller Machtspielchen, Geheimnisse, überraschender Wendungen. Wie sich am Ende alles entwickelt hat, fand ich einfach nur grandios und ich bin mehr als gespannt, wie es weitergehen wird. 5 Sterne!

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