[REZENSION] ZU “DER EINDRINGLING” VON LAURA BENEDICT

[REZENSION] ZU “DER EINDRINGLING” VON LAURA BENEDICT

Der Eindringling

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Presseexemplar
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Psychothriller
Erscheinungsdatum: 26.09.2019
Seiten: 448
Print: 14,99 €
Ebook: 12,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3426523100


Inhalt

Ein perfider Psycho-Thriller um einen wahr gewordenen Albtraum:
Stell dir vor, du kommst von einer Reise zurück, und dein Schlüssel passt nicht mehr ins Schloss deiner Haustür …

Die Schlösser ausgewechselt, ein Fremder im eigenen Haus, der behauptet, es von ihr selbst gemietet zu haben: Was wie ein böser Streich mit versteckter Kamera klingt, ist für Kimber Hannon erst der Beginn eines Albtraums. Denn bevor er sie von der Polizei vor ihrem eigenen Haus abführen lässt, zischt der Fremde Kimber etwas ins Ohr, das nur eines bedeuten kann: Er weiß etwas, das niemand sonst weiß. Etwas, das Kimber seit 25 Jahren zu vergessen versucht.
Dann soll sie plötzlich Geld vom Firmenkonto unterschlagen haben, und kurz darauf kommt die Nachbarin, die Kimber gebeten hatte, ein Auge auf ihr Haus zu haben, bei einem schweren Sturz ums Leben. Es wird nicht der einzige Unfall bleiben …
Wenn Kimber diesem Albtraum lebend entkommen will, bleibt ihr nur eins: sich einer schmerzhaften Wahrheit zu stellen.

© Cover/Inhalt: Droemer Knaur


Meine Meinung

Der Eindringling klang wirklich zu gut, realistisch und beängstigend und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung.

Die Autorin hat auf jeden Fall einen einnehmenden Schreibstil. Was mir hier auch sehr gut gefallen hat: Die Geschichte startet ohne großes Vorgeplänkel gleich mit Spannung und Fragen, die neugierig machen und die Seiten sind verflogen.

Im weiteren Verlauf gab es zwar immer wieder mal ein paar Längen, weil mir manches einfach einen Tick zu ausführlich war, aber im Großen und Ganzen hat es mich doch gut unterhalten. So ein richtiger Wow-Effekt blieb zwar aus, es gab keine großen Überraschungen und doch hatte ich zeitweise mal jeden im Verdacht. Denn eines ist in dieser Geschichte sicher: Jeder hat seine Geheimnisse und man weiß nicht, wem man wirklich trauen kann.

Gleichzeitig war das aber auch ein kleines Problem, denn die Protagonistin Kimber war mir leider alles andere als sympathisch. Auch was man nach und nach über sie und ihre Vergangenheit erfahren hat, hat dies nicht wirklich besser gemacht. Ihre komplette Art empfand ich als absolut egoistisch. Man hat zwar immer wieder heraus gelesen, dass sich doch schon mal das Gewissen bei ihr meldet, doch das war mir hier einfach zu oberflächlich und deswegen fiel es mir wirklich schwer, mich auf ihre Seite zu schlagen.

Eigentlich hat es dazu geführt, dass ich zwar gut unterhalten wurde, wissen wollte, was wirklich dahinter steckt, wie das Ganze am Ende zusammenpassen wird, aber mitfiebern und hoffen für Kimber blieb dabei aus.


Fazit

Der Eindringling hat mir meine Bewertung nicht leicht gemacht. Auf der einen Seite mochte ich den Schreibstil und auch die Idee total. Es war trotz Längen im Großen und Ganzen spannend, es gab viele Intrigen und Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt wurden. Und auch wenn ich am Ende nicht unbedingt überrascht war, gab es hier zahlreiche Motive von zahlreichen Personen, die alle einen Grund gehabt hätten, Kimber schaden zu wollen. Mein großes Manko in der Geschichte war für mich die Prota, Kimber, selbst. Sie war mir einfach von Anfang an absolut unsympathisch und ich konnte leider auch nicht mit ihr mitfiebern oder mitfühlen. Trotzdem fand ich die Geschichte aber sehr unterhaltsam und lesenswert. 4 Sterne.

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