[REZENSION] ZU “DAS NEUNTE HAUS” VON LEIGH BARDUGO

[REZENSION] ZU “DAS NEUNTE HAUS” VON LEIGH BARDUGO

Das neunte Haus

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Presseexemplar
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsdatum: 03.02.2020
Seiten: 528
Print: 18,00 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3426227176


Inhalt

MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles
Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …

© Cover/Inhalt: Droemer Knaur


Meine Meinung

Erst kürzlich habe ich die Grischa-Reihe verschlungen und seither bin ich ein Fan von dieser Autorin. Da war es klar, dass ich auch ihr neuestes Werk direkt lesen muss. Der Klappentext klang schon sehr genial.

Hier merkt man sehr schnell, dass diese Autorin eine ganz besondere Art hat zu schreiben. Diese Geschichte ist anspruchsvoll und nichts, was man mal so nebenher liest.
Um ehrlich zu sein, habe ich mich anfangs doch immer wieder schwer getan einen roten Faden zu finden und am Ball zu bleiben. Dazwischen gab es immer wieder Momente, in denen ich absolut begeistert war, aber gerade die erste Hälfte fand ich eben auch teilweise etwas langatmig. Bestimmte Sachen hätte man etwas kürzer halten können, dann wäre die Story absolut perfekt gewesen, wobei das natürlich Geschmacksache ist.

Allerdings habe ich noch nichts Vergleichbares gelesen. Es gibt jede Menge altbekannter Elemente, die aber so vermischt wurden, dass ein skurriles, düsteres, oft auch brutales und einzigartiges Werk für Erwachsene daraus entstanden ist. Auch die Mischung aus Fantasy mit genialer Magie und dazu Thriller-Elemente fand ich richtig toll gemacht.

Ein weiteres kleines Manko waren für mich jedoch die Charaktere. Ich wusste nie so recht, was ich mit Alex Stern anfangen soll. Gerade zu Anfang habe ich ihr gegenüber eine Abneigung gespürt, die ich eigentlich gar nicht erklären kann. Mit der Zeit ändert sich das aber und irgendwann fand ich sie nur noch sehr faszinierend, bis zum Schluss konnte ich aber nicht richtig mit ihr mitfiebern. Mir hat noch der letzte Funke gefehlt.
Dagegen hat es mir irgendwie die Figur des Darlington angetan. Geheimnisvoll, schwer durchschaubar, genauso wie ich es mag.

In der zweiten Hälfte gibt es auf jeden Fall mehr Action, mehr Spannung und auch einige überraschende Wendungen, auch wenn mir so der letzte Knall irgendwie noch gefehlt hat. Am überraschten war ich allerdings, dass am Ende klar wird, dass es sich um einen Auftakt handelt. Ich bin fest davon ausgegangen, dass es ein Einzelband ist.
Insgesamt war es aber ein unterhaltsames Buch mit genialen Ideen und ich bin gespannt, wo die Story noch hinführen wird.


Fazit

Mit “Das neunte Haus” hat es mir Leigh Bardugo nicht ganz einfach gemacht. Der Einstieg war holprig, hat sich dann allerdings recht schnell in Faszination umgewandelt, im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gab es jedoch für mich immer wieder Höhen und Tiefen, ich habe geschwankt zwischen absoluter Begeisterung und zeitweiser Langeweile. Mir war es stellenweise einfach zu ausschweifend. Das ändert sich aber ab der Hälfte. Die komplette Idee ist wahnsinnig vielseitig, sehr genial, perfekt durchdacht, düster und brutal, kurz gesagt richtig grandiose Fantasy für Erwachsene. Was für mich gerade im zweiten Teil deutlich wurde. Die Handlung hat an Fahrt aufgenommen, es gab mehr Spannung, tolle Wendungen, mehr Aufklärungen. Ich konnte die Prota Alex Stern mehr für mich gewinnen, denn irgendwie war sie mir sehr lange zuwider, auch wenn ich das nicht genau begründen kann. Es war einfach ein Gefühl, das wahrscheinlich auf Geschmacksache basiert. Trotzdem hat mir am Ende der letzte Funke gefehlt. Obwohl ich nichts durchschauen konnte, gab es da nicht diesen Wow-Effekt, was aber vielleicht einfach auch damit zu tun hatte, dass der Bezug zu den Charakteren etwas oberflächlich blieb. Diese sind eigentlich ebenso wie die Geschichte einzigartig, faszinierend und speziell gezeichnet, eigentlich perfekt, trotzdem konnte es mich nicht komplett erreichen. Insgesamt kann ich das Buch aber auf jeden Fall weiterempfehlen, denn der Rest ist einfach super durchdacht und umgesetzt. Auch wenn ich anfangs dachte, es wäre ein Einzelband, freue ich mich darauf, in diese düstere Welt zurückkehren zu dürfen und vergebe 4 Sterne.

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