[REZENSION] ZU “DAS HERZ DER ZEIT – DIE UNSICHTBARE STADT 1” VON MONIKA PEETZ

[REZENSION] ZU “DAS HERZ DER ZEIT – DIE UNSICHTBARE STADT 1” VON MONIKA PEETZ

Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt 1

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Rezensionsexemplar
Verlag: Rowohlt
Genre: (Jugend-) Fantasy
Erscheinungsdatum: 19.02.2109
Seiten: 432
Print: 18,00 €
Ebook: 14,99 €
Reihe: ja / Band1
ISBN: 978-3805200332


Inhalt

Was wäre heute, wenn ich das Gestern ändern könnte?

Lena: Ein Mädchen ohne Vergangenheit. Aber mit tausend Fragen. Und nicht einmal ihre beste Freundin Bobbie kann sie beantworten, obwohl sie sonst immer alles weiß.
Dante: Ein Junge mit verschiedenfarbenen Augen. Er kommt aus einer anderen Welt. Und vielleicht hat er die Antworten, nach denen Lena sich so sehnt.

Eine geheimnisvolle Uhr mit acht Zeigern verbindet ihre Welten.
Eine Reise beginnt, die die Grenzen des Vorstellbaren sprengt.

© Cover/Inhalt: Rowohlt


Meine Meinung

Bei diesem Buch ist mir natürlich erst das traumhafte Cover ins Auge gestochen. Es sieht wirklich wunderschön und edel aus. Aber das allein ist natürlich nicht der Grund, warum ich es unbedingt lesen wollte, denn es klingt auch richtig gut.

Sprachlich konnte ich von Anfang an nicht meckern. Mir fiel es leicht in die Geschichte einzutauchen. Die Autorin schreibt locker und angenehm, für ein Jugendbuch angemessen.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich schon zu Beginn meine Probleme mit Lena hatte. Ihre Andersartigkeit wurde zwar beschrieben, mir fiel es aber schwer, mit ihr mitzufühlen und mich in sie hineinzuversetzen. Das führte dann leider häufig dazu, dass ich doch das ein oder andere Mal genervt von ihr war. Klar, sie ist jung und dementsprechend naiv, aber ich lese ja öfter in diesem Bereich und sie war mir zeitweise einfach sehr unsympathisch.
Ihre Freundin Bobbie hingegen mochte ich sofort, aber eine tiefere Verbindung hat auch hier nicht stattgefunden, dafür taucht sie einfach insgesamt betrachtet zu wenig auf.

Dante fand ich interessant. Allein die Tatsache, dass er aus einer anderen Welt stammt, hat dies natürlich unterstrichen, aber ich mochte es, die Mischung aus geheimnisvoll, frech und anziehend. Für mich war dies der einzige Charakter, der mir auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Allgemein blieben nämlich die Figuren doch relativ blass bisher.

Die Handlung zu bewerten fällt mir dieses Mal tatsächlich schwer, denn oft hat es mir an Spannung gefehlt, gleichzeitig hatte die Geschichte aber etwas, das mich immer dazu bewegte weiterlesen zu wollen. Die gesamte Grundidee finde ich nämlich richtig genial und es tauchten immer wieder Ansätze auf, die so viel Potenzial zeigten. Doch ich hatte immer wieder das Gefühl, dass dieses Potenzial nicht richtig genutzt wurde. Es kam mir zeitweise so vor, als würde ich auf etwas warten und letztendlich wollte der Funken aber nicht so ganz überspringen. Ich war durchwegs hin und her gerissen. Auf der einen Seite wollte ich zwar wissen, was als nächstes passiert und dann hat doch immer dieses gewisse Etwas gefehlt. Der Verlauf war mir für die tollen Ansätze, die es gibt ein wenig zu mau, keine großen Überraschungen, vieles wurde zu schnell abgehandelt, zu wenig erklärt. Die unsichtbare Stadt wird z. B. wirklich toll beschrieben, aber eben auch zu schnell, denn ich hätte gerne mehr davon erfahren, mehr über die Zeitreisemeisterin und die ganzen Hintergründe. Dies ist zwar nur der erste Band, trotzdem hatte ich mehr erwartet und mehr erhofft. Ich blieb einfach viel zu emotionslos beim Lesen.

Obwohl ich schon relativ viel auszusetzen habe an dem Buch, möchte ich dennoch die Reihe weiterverfolgen, und Band 2 lesen, denn wie oben schon mal erwähnt, ist in dieser Idee, in dieser Geschichte, so viel Potenzial und es sind viele gute Ansätze vorhanden. Es wäre nicht das erste Mal, dass mich eine Fortsetzung dann noch richtig abholen kann, denn ein erster Teil dient oftmals ja auch als Einführung und Kennenlernen einer neuen Welt, neuer Charaktere. Ich hoffe also wirklich darauf, im zweiten Teil etwas mehr Zeit in der Unsichtbaren Stadt verbringen zu dürfen und etwas mehr über diese Welt zu erfahren.


Fazit

Das Herz der Zeit besticht mit einer tollen Idee und mit der unsichtbaren Stadt wurde zudem ein grandioses Setting geschaffen. Leider wurde hier aber sehr viel Potenzial verschenkt. Die Umsetzung hat immer wieder tolle Ansätze, aber es fühlte sich so an, als warte man immer auf etwas, und im letzten Moment, fehlt der Kick. Vor allem mit der Prota hatte ich so meine Probleme, so ganz anfreunden konnte ich mich mit ihr nicht. Für mich war es ein ständiges Schwanken zwischen “so richtig überzeugen kann mich das jetzt nicht” und “da fehlt es an Spannung, dann wieder an Informationen”, oder “das wurde zu schnell abgehandelt, etwas anderes dafür zu ausschweifend”, doch dann dachte ich wieder, wie genial die Idee mit den Zeitreisen ist und hier einfach so viel Potenzial vorhanden ist. Letztendlich ist meine Neugierde noch vorhanden, ich möchte Band 2 auf jeden Fall eine Chance geben und gebe dem Buch 3 Sterne.

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