[REZENSION] ZU “BLUTBRÜDER” VON SIMONE TROJAHN

[REZENSION] ZU “BLUTBRÜDER” VON SIMONE TROJAHN


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Rezensionsexemplar
Verlag: Redrum
Genre: Hardcore Thriller
Seiten: 397
Erscheinungsdatum: 07.02.2018
Print: 14,99 €
Ebook: 4,99 €
Reihe:  nein
ISBN: 978-3959578837

Inhalt
Sie sind Brüder. Durch ihre Adern fließt dasselbe Blut. Was sie eint, ist ihr Schicksal … damals … in ihrer Kindheit … auf dem Dachboden … Seither tobt in ihnen die Gier nach Zerstörung. Während der eine verzweifelt dagegen kämpft, hat sich der andere den sadistischen Gelüsten längst hingegeben. Ist der Blutstrom noch zu stoppen oder werden die Brüder am Ende darin ertrinken? REDRUM BOOKS weist darauf hin, dass dieser Titel für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet ist. Zur Autorin: Simone Trojahn schreibt erschreckend realistisch, tiefgründig und absolut schonungslos. Seit ihrem Debütroman »Mörderherz« entführt sie ihre begeisterten Leser in die menschlichen Abgründe und zwingt sie dazu, Sympathien für das Böse zu entwickeln. Ihre Geschichten sind gnadenlos authentisch. Die Ausnahme-Autorin arbeitete viele Jahre im sozialen Bereich und kennt die Schattenseiten des Lebens. In einzigartiger Weise zeigt sie auf, was mit uns geschieht, wenn wir selbst zu einer Person werden, die wir vielleicht nie sein wollten.

© Cover/Inhalt: Redrum Books

Meine Meinung
Von dieser Autorin habe ich jetzt schon ein paar Bücher gelesen und mir gefällt es besonders, dass sie es bei all der Brutalität trotzdem noch schafft, zum Nachdenken anzuregen.

Blutbrüder ist mir stellenweise doch ziemlich nahegegangen. Es handelt sich nicht einfach nur um einen Psychopathen, der seiner Perversität freien Lauf lässt. Es geht um viel mehr. Es geht um zwei kleine Brüder, denen ihre Unschuld in mehr als einer Hinsicht geraubt wurde und die zu dem gemacht wurden, was viele später als krank und Monster bezeichnen.

Es ist schwer sich in diesem Buch auf eine Seite zu schlagen, denn irgendwo sind alle eine Art Opfer. Dennoch gab es eine Person, bei der es wirklich leicht war, sie zu hassen und keine Sekunde Mitgefühl aufkommen zu lassen, dem Kindermädchen, Erika.

Mit ihr hat alles begonnen, und ihre Taten setzen etwas in Bewegung, womit keiner in dem Ausmaß gerechnet hat.

Die Autorin hat es perfekt geschafft, alles authentisch und glaubhaft darzustellen. Ich fühlte Mitleid mit den Brüdern, war fassungslos. Schonungslos wird hier aufgezeigt, was mit zwei kleinen unschuldigen Kinderseelen passieren kann, wenn diese missbraucht werden. Dabei zeigt die Autorin auch deutlich, dass nicht jeder Mensch gleich reagiert, jeder geht anders mit seiner inneren Qual um. Doch es zeigt auch deutlich, dass solche Opfer nie wieder ein normales, unbeschwertes Leben führen können. Es wirkt sich auf die komplette unmittelbare Umgebung aus, die Familie, die Arbeit. Im Gegensatz zum Täter, der trotz lebenslanger Haftstrafe danach eine viel größere Chance hat sein Leben unbeschwert weiter zu führen.

Fazit
Blutbrüder ist ein Roman, der einen nicht kalt lässt. Natürlich wird er der Bezeichnung Hardcore Thriller absolut gerecht. Es gab viele Stellen, an denen ich echt innehalten musste und eine Pause gebraucht habe. Besonders wenn Kinder im Spiel sind, geht das Ganze natürlich noch näher. Aber das Buch ist keine Aneinanderreihung von Perversitäten. Es erzählt eine Geschichte und diese Geschichte zweier kleiner Brüder zeigt, wie sich Missbrauch auf nicht nur deren eigenes Leben auswirkt sondern ihre komplette Umgebung. Die Autorin hat es mit diesem Werk geschafft, mich zum Nachdenken zu bringen, mich zu berühren und mich auch Mitleid empfinden zu lassen, in Situationen, die eigentlich kaum grausamer sein könnten. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen, absolut verdient.

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