[REZENSION] ZU “AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO” VON ADAM SILVERA

[REZENSION] ZU “AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO” VON ADAM SILVERA

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Rezensionsexemplar
Verlag: Arctis
Genre: Young Adult
Seiten: 336
Erscheinungsdatum: 21.09.2018
Print: 18,00 €
Ebook: 13,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3038800194

Inhalt
Was wäre, wenn das Schicksal bei dir anklopft, um dich vor deinem bevorstehenden Tod zu warnen? Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus einen solchen Anruf. Von der »Death Cast«, die die undankbare Aufgabe hat, ihnen die schlechten Neuigkeiten zu überbringen: Sie werden heute sterben. Noch kennen sich die beiden nicht, doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Die gute Nachricht lautet, dass es dafür eine App gibt: Sie heißt ›Last Friend‹ und durch sie werden sich Rufus und Mateo begegnen, um ein letztes großes Abenteuer zu erleben – und um gemeinsam ein ganzes Leben an einem einzigen Tag zu verbringen.

© Cover/Inhalt: Arctis Verlag

Meine Meinung
Das Buch hat mich angesprochen, weil es nach etwas Besonderem klang, was ich in dieser Richtung noch nicht kannte. Zum einen versprach es sehr emotional zu werden in Verbindung mit ein bisschen Fantasy und ich war sehr gespannt. Das Cover ist absolut gelungen und perfekt mit dem Inhalt abgestimmt.

Den Schreibstil des Autors fand ich von Anfang an toll. Er entwickelt schnell eine gewisse Sogwirkung und lässt die Seiten verfliegen. Die ganze Idee dahinter finde ich ja richtig toll, denn der Autor hat nicht nur eine Geschichte geschrieben, sondern dazu noch Botschaften, die man zwischen den Zeilen herauslesen kann, die wirklich sehr tiefgründig und bewegend sind.

Allerdings empfand ich das Buch gerade in der ersten Hälfte zum Teil sehr bedrückend, deprimierend, gut, es ist schon ein Thema, das nicht ohne ist, aber mir fehlte einfach was. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ich mich in die Charaktere schwer hineinfühlen konnte, ich kann es gar nicht genau sagen, jedenfalls fand ich es auch mit der Zeit etwas zäh.

Die zweite Hälfte konnte mich deutlich mehr für sich einnehmen. Es gab immer mehr Momente, die mich berührt haben, die mich zwischen den Zeilen lesen haben lassen und diese kleinen versteckten Botschaften sind es auch, die diese Geschichte ausmachen. Was würden wir wohl tun, wenn wir nur noch einen Tag zu leben hätten? Eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann. Man lernt hier mit der Zeit ganz unterschiedliche Charaktere kennen, und auch welche, die plötzlich feststellen, dass sie mehr existiert als gelebt haben, manche haben sich auf ihrem Weg selbst verloren, manche haben ihren Weg noch gar nicht gefunden.
Gerade im letzten Drittel sind bei mir wirklich viele Tränen geflossen und mein Herz hat richtig geblutet. Plötzlich konnte ich mich in so viele Personen hineinfühlen und sie verstehen.

Fazit
Am Ende sterben wir sowieso ist auf jeden Fall kein Gute-Laune-Buch. Es setzt sich sehr intensiv mit dem Thema Tod auseinander, wie natürlich der Klappentext vermuten lässt, doch die Message dahinter geht noch sehr viel tiefer und regt einen auch selbst zum Nachdenken an. Zu Beginn fand ich die Geschichte sofort einnehmend, gerade durch den tollen Schreibstil. Allerdings fand ich die weitere Entwicklung etwas langatmig und mir hat der Zugang zu den Charakteren gefehlt. Ab der Hälfte wurde das aber viel besser und ich habe wirklich stellenweise bittere Tränen geweint. Dies ist kein Buch für zwischendurch, es ist bewegend, sehr tiefgründig und die deprimierende bedrückende Stimmung wird auch auf den Leser übertragen. Da es sich lange Zeit nicht so entwickelt hat, wie ich es mir gewünscht hätte, sondern wirklich erst relativ spät, kann ich es nur bedingt weiterempfehlen. Tolle Idee, tolle Botschaft dahinter, aber Mankos in der Umsetzung. Von mir gibt es 3 Sterne und insgesamt würde ich sagen, war es ok.

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