[REZENSION] ZU “ALLEYCAT – LIEBE UND RACHE” VON BARBARA SCHINKO

[REZENSION] ZU “ALLEYCAT – LIEBE UND RACHE” VON BARBARA SCHINKO

Alleycat

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Pressexemplar
Verlag: Oetinger
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 19.08.2019
Seiten: 400
Print: 12,00 €
Ebook: 8,99 €
Reihe: ja / Band 1
ISBN: 978-3841505989


Inhalt

Diese Superheldin rockt!
Rina wächst wohlbehütet in der idyllischen Eastside auf. Doch ihre Sehnsucht nach Abwechslung und Abenteuer zieht sie immer wieder in die düstere Northside, wo Gangs regieren. Dort verliebt sie sich bei einem Konzert in den Rockstar Brynn. Und wird zunächst etwas unfreiwillig zu einer Superheldin, als sie ein Mädchen vor einem Überfall rettet und ein Video von ihrer Rettungsaktion im Fernsehen auftaucht. Die Presse gibt ihr den Spitznamen Alleycat. Als Alleycat streift sie schließlich Nacht für Nacht durch die Straßen der Northside und rächt das Unrecht. Doch wie lange kann das Leben als Phantom gut gehen? Und hat ihre Liebe zu einem Northside-Jungen eine Chance? Und wer ist der maskierte Junge, der sich Ash nennt und ihr in einer verhängnisvollen Nacht das Leben rettet?

© Cover/Inhalt: Oetinger Verlag


Meine Meinung

Eine geheime Rächerin, die sich als Superheldin versucht, klang einfach richtig gut, nach Frauenpower, Action und Spannung. Das Cover ist doch recht düster, passt aber gut zur Situation.

Der Schreibstil ist auch wirklich angenehm und aus Sicht von Rina, sodass man sie und ihre Gedanken schnell kennenlernt. Am Anfang hat mir die Geschichte auch noch total gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass ich den Klappentext nicht ganz optimal gewählt finde, denn so ganz Zufall war ihre Superheldinnen-Wahl nun wirklich nicht. Und mit der Erwähnung von Ash, der erst in der zweiten Hälfte des Buches auftaucht, wird meiner Meinung nach schon viel zu viel über den Inhalt genannt, das hätte man bestimmt anders lösen können. So viel mal dazu. Das bewerte ich allerdings nicht, denn es hat ja an sich nichts damit zu tun, wie ich das Buch selbst fand. Aber erwähnt haben wollte ich es!

Wie oben schon geschrieben, fand ich die Geschichte zunächst sehr einnehmend, Rina war mir sympathisch, auch ihr Bruder Mayson und die Emotionen kamen gut rüber. Allerdings hat sich dies recht schnell anders entwickelt. Es gab immer wieder einige Passagen, dich ich geradezu langweilig empfand, der Rockstar Brynn war mir auch irgendwie suspekt, in dieser Hinsicht waren es mir auch zu viele Klischees, die unglaubwürdig waren, dazu konnte ich ihn nicht richtig greifen, fand in weder interessant noch recht sympathisch.
Und ich habe mich ein paar mal gefragt, wann es denn nun endlich mal losgeht, mit dem was im Klappentext versprochen wurde.

Als dann der Zeitpunkt kam, muss ich zugeben, war die Story zeitweise wirklich amüsant. So richtig Frauenpower habe ich allerdings nicht empfunden. Es wirkte für mich zu blümchenhaft, stümperhaft, ich hatte das Gefühl, Rina weiß gar nicht so recht, auf was sie sich wirklich einlässt. Für mich war das eher nach dem Motto “mehr Glück als Verstand”, denn es gibt auf jeden Fall bessere Beispiele für starke weibliche Heldinnen. Rina alias Alleycat gehört für mich leider nicht dazu. Auf der einen Seite wurde sie als die kämperische, mutige Person dargestellt, die man sich erhofft, aber leider war sie mir dann oftmals viel zu weinerlich und die Darstellungen zu einfach. Klar sollte man bedenken, dass diese Prota erst 16 Jahre ist und es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, trotzdem habe ich sie oft widersprüchlich empfunden.

Als sich dann auch noch ein Liebesdreieck abgezeichnet hat, war für mich klar, dass ich diesen Reihenauftakt ganz sicher nicht weiterverfolgen werde. Ich bin mir sicher, das Buch wird seine Leser finden, aber meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen. 

Ein kleiner Pluspunkt wäre noch gewesen, wenn ich das Ende nicht absolut durchschaut hätte, und das bestimmt schon im ersten Drittel. Ich hatte auch hier leider komplett recht mit meinen Vermutungen. Da gab es absolut keine Überraschung. 


Fazit

Alleycat konnte mich leider gar nicht überzeugen. Ich hatte auf Frauenpower, Action, ein bisschen Liebe und eine gut durchdachte Story gehofft. Bekommen habe ich leider genau das Gegenteil, zumindest für meinen Geschmack: wenig Frauenpower, da es mir zu oft zu “kindisch” wirkte, Liebe ja, aber auch eine Art Liebesdreieck, was leider gar nicht mehr meins ist, da ich davon häufig nur noch genervt bin, teilweise viel zu wenig Spannung und die Geschichte hat für mich auch keine Überraschungen bereitgehalten, weil ich praktisch im ersten Drittel schon wusste, wie es enden wird. Dazu kam noch, dass ich auch mit den Charakteren nicht so viel anfangen konnte. Das Buch hat einige amüsante Passagen zu bieten und wird bestimmt einigen gefallen, meins war es leider nicht. Von mir gibt es keine Empfehlung, dafür 2,5 Sterne, mit der Tendenz zu 2. 

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