[REZENSION] ZU “ALICE IM DÜSTERLAND” VON JONATHAN GREEN

[REZENSION] ZU “ALICE IM DÜSTERLAND” VON JONATHAN GREEN


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Rezensionsexemplar
Verlag: Mantikore
Genre: Fantasy-Spielbuch
Erscheinungsdatum: 21.09.2018
Seiten: 320
Print: 13,95 €
Ebook: 9,99 €
Reihe: nein
ISBN: 978-3961880126

 

Inhalt 
Das Wunderland erwartet dich.

Es sind viele Jahre vergangen, seit Alice das Wunderland besucht hat. Wieder treiben dort finstere Mächte ihr Unwesen und erneut rufen die Bewohner Alice um Hilfe. Doch an dem magischen Ort hat sich vieles verändert …
In diesem interaktiven Roman schlüpfst du in die Rolle der berühmten Hauptfigur aus Alice im Wunderland. Begib dich auf eine magische Reise und triff alte Gefährten, wie den verrückten Hutmacher und die Grinsekatze. Aber hüte dich vor der Herzkönigin und ihrem Jabberwocky!

Welchen Weg du auch wählst,
von welchem Fläschchen du auch trinkst,
durch welche Tür du auch gehst: sei wachsam!
Nicht jede deiner früheren Entscheidungen wäre dieses Mal klug …

© Cover/Inhalt: Mantikore

Meine Meinung
Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und als großer Alice-Fan musste ich es mir genauer ansehen. Dies war mein erstes Spielbuch und ich war sehr gespannt, was mich erwartet. Für alle, die keine Ahnung haben, was das ist: Man fängt an zu lesen und entscheidet dann quasi selbst, wie es weitergeht. Man hat z. B. drei Möglichkeiten sich zu entscheiden und je nach Wahl blättert man zu der angegebenen Seite, um weiterzulesen.

Ich fand das klang lustig und ich wollte es unbedingt ausprobieren. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass der Autor sehr einnehmend schreibt und man leicht in die Geschichte an sich reinkommt.
Allerdings habe ich recht schnell gemerkt, dass einem so ein Spielbuch wirklich liegen muss. Als leidenschaftliche Leserin liebe ich es in einer anderen Welt anzukommen, mich fallen zu lassen, mit den Charakteren mitzufiebern usw. Aber hier war es für mich nur ein nüchternes, emotionsloses Lesen, weil ich viel  zu beschäftigt war, zu überlegen, was ich als nächstes mache.

Es war nämlich auch nicht so, dass man hier ein paar Seiten liest und dann ist eine Entscheidung fällig, nein, durchwegs war es so, dass man wirklich nach nur einigen Zeilen immer schon wählen musste. Zugegeben fand ich es anfangs interessant, genial und auch lustig, vor allem, da man sich ganz schön verirren kann, aber mit der Zeit war es auch sehr anstrengend, weil man gefühlt nur noch geblättert hat, und ich gar nicht mehr wusste, wo in der Geschichte bin ich eigentlich gerade.

Das Prinzip an sich finde ich nach wie vor genial. Alleine, welch eine Arbeit dahinter steckt, dass eine Geschichte immer wieder anders verlaufen kann und dennoch einen Sinn ergibt, dass jede Entscheidung tatsächlich auf einen anderen möglichen Weg führt. Der Vorteil ist hier natürlich auch, dass man das Buch öfter lesen kann und sich immer wieder neue und andere Einzelheiten ergeben.

Fazit
Alice im Düsterland ist ein Spielbuch und es war mein erstes. Die Idee fand ich total aufregend und im Prinzip ist die Geschichte genial, wenn natürlich vieles nicht neu. Vor allem die Aufmachung eines solchen Spielbuches ist bestimmt nicht ganz einfach, denn schließlich muss jede Entscheidung, die man trifft, zu einer weiteren Szene führen, die auch Sinn macht, und das ist echt sehr faszinierend.
Allerdings war es für mich als leidenschaftliche Leserin, die sich gerne in Geschichten verliert, zu anstrengend mit der Zeit. Ich war gefühlt alle paar Sekunden am Blättern und konnte mich eigentlich gar nicht richtig in die Story hineinfühlen. Es war für mich eher ein Runterlesen, ohne Gefühl, ohne Mitfiebern etc., was ich normalerweise beim Lesen ja so liebe. Im Endeffekt ist es natürlich wie mit allem Geschmacksache. Ich weiß jetzt, dass Spielbücher nicht so ganz meins sind. Da aber die Geschichte an sich und der Schreibstil echt toll sind, vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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