EIN BLOGGER MUSS DIES, EIN BLOGGER MUSS DAS

EIN BLOGGER MUSS DIES, EIN BLOGGER MUSS DAS

Teil 2
und damit wären wir gleich bei noch einem Thema, das mich nervt.

Ein Blogger muss dies, ein Blogger muss das… Sei kreativ!

Ein Blogger muss gar nichts! Und zwanghaft versuchen, kreativ zu sein, geht meistens auch nach hinten los. Ich denke, das Beste ist einfach, sei du selbst. Sich durch biegen und brechen in eine Schublade zwängen lassen, weil viele immer wieder prophezeien, es sei wichtig, wenn man immer wieder neue kreative Ideen bringt, hat oft das Gegenteil zur Folge. Man verliert den Spaß, unter Umständen merkt man jemandem an, dass das eigentlich gar nicht sein Ding ist, er es nur macht, weil es “allgemein” so erwartet wird und man setzt sich dadurch auch ständig unter neuen Druck.

Auch ich bin und war noch nie ein sehr kreativer Mensch! Ich liebe es zu lesen, neue Welten zu bereisen und meine Freude mit Gleichgesinnten zu teilen, zusammen neue Bücher zu entdecken und zu schwärmen! Aus diesen Gründen habe ich meinen Blog gegründet und das reicht mir! Natürlich gefallen mir auch Blogs, die besonders kreativ sind, sei es durch Bilder, durch Humor, oder durch eine andere Einzigartigkeit oder sonstige tolle Ideen, aber diese Blogs gefallen mir trotzdem nicht besser, als ein sympathischer 0815-Blogger, der Bilder postet, seine Meinung teilt, seine verrückten Kauf-Aussetzer mitteilt und nicht dauernd irgendwelche besonderen anderen Beiträge auf seiner Seite hat. Wichtiger ist es mir als Leserin, dass ich einen ähnlichen Geschmack habe und ich mich auf die ehrliche Meinung des Blogs verlassen kann.

Aber viele meinen, als Blogger sei man dazu verpflichtet, sich ständig kreative Beiträge aus dem A… zu zaubern. Warum? Es gibt viele tolle kreative Blogs mit einfallsreichen Menschen dahinter, aber jeder ist nun mal nicht kreativ, Punkt. Das ist nicht schlimm. Wie oben schon erwähnt, finde ich es viel wichtiger, dass man mit dem Herzen dabei ist und nicht irgendetwas hinklatscht, weil es so oder so sein sollte. In der Vergangenheit ist es mir tatsächlich schon passiert, dass ich deswegen “belächelt” werde, nach dem Motto, die hat einfach keinen Bock, was ich echt frech finde. Jeder hat seine Stärken und was man aus einem Hobby macht, sollte jedem selbst überlassen sein.

Auch habe ich es schon öfter erlebt, dass Autoren mich gefragt haben, ob ich an Touren evtl. teilnehme und dann nach dem Motto und nun lass dir etwas einfallen. 0815 will ja schließlich keiner. Da ich leider nun mal nicht wirklich kreativ bin in dieser Hinsicht und vermutlich auch weil ich selbst als Leserin von den meisten Touren kein großer Fan bin, war meine Antwort häufig, dass ich mich gerne einklinke, sobald Themen vorhanden sind, ich aber keine ausgefallenen Ideen habe. Besonders wenn es schon länger her war, dass ich das Buch gelesen hatte, oder noch besser, wenn ich es noch gar nicht kannte, war es halt schwierig für mich, dazu was zu überlegen. Wenn dann ein Autor frustriert/enttäuscht/sauer etc. ist und/oder selbst “keine Zeit” hat, dann tut es mir auch leid. Mehr will ich dazu lieber gar nicht sagen.

Es gibt Blogger, denen fällt es ganz leicht, die haben immer wieder großartige Ideen, das ist toll und ich wünschte mir ginge es auch ab und zu so, aber ich stehe dazu, dass es nicht so ist, finde das ok. Mir hat Kreatives auch noch nie wirklich groß Spaß gemacht, das kommt dazu und dann möchte ich mich in meinem Hobby natürlich erst recht nicht zu irgendwas zwingen. Ich habe keine Freude daran, warum soll ich mich also quälen und stundenlang überlegen, es gibt genügend andere, die das gerne machen und das ist gut so. Davon abgesehen sind mir selbst auch schöne Bilder tausendmal lieber als irgendein zig seitenlanger Beitrag zu was weiß ich was.
Ich möchte lieber ehrliche klassische Posts machen, als dass man mir anmerkt, da fehlt die Leidenschaft dahinter.

Davon abgesehen, dass ein Autor natürlich sein Buchbaby bewerben will und das Beste rausholen will, aber, warum soll es nur die Aufgabe eines Bloggers sein, die Ideen zu liefern? Ähm, sorry, nein!
Natürlich freut man sich als Autor, wenn man Unterstützung bekommt und jemand tolle Einfälle hat, aber es vorauszusetzen finde ich immer etwas “unfair”. Ein Buch zu lesen, ehrliche Kritik zu üben und das Buch leidenschaftlich weiterzuempfehlen (bei Gefallen) finde ich viel wichtiger, als seitenlange Blogtour-Beiträge, die das Buch, die Welt, die Charaktere etc. vorstellen. Natürlich empfindet dies alles jeder anders, aber meine Erfahrungen bisher haben mir immer sehr deutlich gezeigt, dass die Leser ähnlich wie ich reagieren, nämlich gar nicht.

Und wie im letzten  Beitrag schon geschrieben, sehe ich es auch nicht mehr ein, einen ewig langen Beitrag zu schreiben, mir stundenlang vorher Gedanken zu machen, Zeit zu investieren, um etwas auf die Beine zu stellen und am Ende sind dies (fast) immer die Beiträge, die am wenigsten beachtet werden. Und ich verstehe es, man hat einfach nicht die Zeit, andauernd seitenweise “Aufsätze” zu lesen, vor allem wenn es einen im Grunde gar nicht wirklich interessiert. Vielen geht es wie mir, die ein Buch aufgrund von Cover, KT, Empfehlungen lesen, und da muss/will man vorher nicht (immer) die Welt/die Charaktere etc. kennen lernen.

Für manche ist es 0815, für mich ist es alles, was ich an einem tollen ehrlichen Blog liebe: Bilder mit, von und über Bücher (und Merch etc.), Entdeckungen neuer genialer Geschichten und Schwärmen, Fangirlen oder eben auch mal Kritik über Gelesenes. Das reicht mir als Leserin, also sollte es auch für meinen Blog als Hauptmerkmal reichen.

Ich frage mich also, ist es wirklich notwendig, sich immer wieder Gedanken zu machen über neue Aktionen, Themen usw., die man auf seiner Seite bringt? Wenn man mal tolle Ideen hat, wie einen Wunschlisten Tag oder SuB Tag, dann gefällt mir das auch, denn dadurch teilt man schließlich ebenfalls tolle Bücher, aber ich glaube im Prinzip braucht man nicht immer wieder neue ausgefallene Ideen.

Die Bücher werden niemals ausgehen, täglich erscheinen tolle Geschichten und ich werde mich hauptsächlich darauf beschränken, diese zu entdecken, zu lesen und mit euch zu teilen. Denn das ist meine Leidenschaft, das bin ich und das macht mich und mein Hobby aus. Wem das zu 0815 ist, für den tut es mir leid, aber ich werde mich nicht (mehr) verbiegen, weil es von anderen „Bloggern/Autoren etc.“ so erwartet wird.

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