[Blogtour] Kontaminiert / Brief der Autorin

[Blogtour] Kontaminiert / Brief der Autorin

Bildquelle: E. R. Swan

Wir haben viele tolle Themen für euch und es gibt sogar etwas zu gewinnen.
Bei mir seht ihr heute einen Brief der Autorin an ihr früheres Selbst und da werden einige interessante Aspekte zur Geschichte verraten.
Alle Beiträge findet ihr auch in unserer Facebook-Veranstaltung:

*hier*

Natürlich muss ich euch ja auch noch das Buch vorstellen, um das es geht:

 

Klappentext

“Achtung, Achtung, das ist keine Übung. Am 27.08.2402 kam es zur Explosion mehrer nuklearer Sprengsätze. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, alle Fenster und Türen zu schließen. Begeben Sie sich in den Untergrund und ernähren Sie sich von Ihren Vorräten. Nutzen Sie kein Wasser aus der Leitung. Stellen Sie die Lüftung ab. Achtung, Achtung, das ist keine Übung.”

2402 kommt es weltweit zur Detonation radioaktiver Sprengsätze. Was aussieht wie ein unerklärlicher Unfall, entpuppt sich schon schnell als kriegerischer Akt. Während Daniel Cline betäubt vom vermeintlichen Tod seines Bruders nach der Wahrheit sucht, kämpft Denyra Catrell verzweifelt um ihr Überleben. Doch die Strahlung stellt nicht die einzige Gefahr dar. In den finsteren Wäldern Russlands lauert noch etwas Anderes und es sinnt nach Rache.

Hört sich super an oder? Ja, das ist es! Ich durfte es schon vorab lesen und war wirklich mehr als begeistert! Beim Lesen haben sich mir einige Fragen aufgedrängt, vor allem auch zum Hintergrund? Wie kam es überhaupt zu dieser Idee und anderen Einzelheiten dieser Dystopie? 

Das und vieles mehr, erfahrt ihr direkt von der Autorin, die sich mit ihrem alten “Ich” auseinandergesetzt hat!

Brief der Autorin an ihr früheres Selbst

Liebes früheres Ich,
Danke. Danke, dass du dir eines Tages dachtest Ideen für
Bücher entstehen, wenn man sich einfach mit einem Block ins Gras wirft und wild
irgendwelche Begriffe aufschreibt. Denn genau das hast du gemacht. Du hast
einfach alle Begriffe, die für dich ein gutes Buch ausmachen aufgeschrieben und es dann irgendwie geschafft, eine
Geschichte daraus zu spinnen, die dich noch die nächsten Jahre verfolgen und
nicht mehr loslassen soll.
Ich erinnere mich noch an die ersten 90 A4 Seiten dieser
Geschichte. Es war das erste Mal, dass du wirklich viel geschrieben hast.
So viel, dass du damals dachtest, dass du das mit dem Buch schaffen würdest.
Hast du nicht, aber du hast trotz allem den Blick für die Geschichte nicht
verloren. Du hast sie mit dir herumgetragen wie ein ungeborenes Baby. Und nun, einige Jahre später, habe ich sie für dich aufs Papier gebracht. Aber ohne die
Grundbausteine, die du damals gelegt hast, wäre das Buch nicht das, was es heute
ist. Praesidium City war deine Idee, ebenso wie die Mutierten. Das, was die Geschichte
zusammenhält, kam von dir. Meinem 14-jährigen “Ich”.
Natürlich hast du damals nur die Grundbausteine gelegt, das Drumherum habe ich für dich noch hinzugefügt, aber es waren deine Erfahrungen,
die die Geschichte zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Weißt du noch
diesen elendig anstrengenden Vortrag in Geographie damals? Thema: Kapstadt. Ich
bin froh, dass du diese Stadt gewählt
hast – denn sie ist etwas ganz Besonderes. Du bist damals mit Google Maps und
der Street View durch die Stadt gelaufen, hast dir die Gebäude angesehen, hast
etwas gesehen, das dich fasziniert hat. Und obwohl es gar nicht Teil des
Vortrags war, hast du dich mehr und mehr mit der Stadt auseinander gesetzt und
hast mir somit die perfekte Vorlage für unsere Geschichte geliefert. Denn
Kapstadt ist die Stadt, wo alles beginnt. Kapstadt ist der Anfang.
Ach und es ist interessant, was für eine sadistische Ader du
schon damals, mit 14, hattest. Denn John, von meinen Testlesern gehasst, da er
so etwas wie der Bösewicht der Geschichte ist, ist tatsächlich ein Überbleibsel
der ersten 90 Seiten, die ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Eigentlich
ist das ja kaum zu glauben. Aber so ist es. Damals wusstest du noch nicht,
weswegen John überhaupt eine Rolle spielte, du wolltest einen Schocker und er
passte perfekt in diese Rolle. Ich bin mir fast sicher, dass er damals auch
noch nicht John, sondern Damian hieß, aber das nur nebenbei. John passt besser
zu diesem kranken Menschen. Aber was ich eigentlich sagen will, damals war er
der Schocker. Heute weiß ich es besser. Heute geht es nicht mehr nur darum, die
Leser zu schocken. Es geht darum, den Blick für das Böse zu schärfen, denn
Menschen wie John sind real. Leider. Es gibt sie überall, und wenn wir nicht
aufeinander aufpassen, wird es immer Opfer geben, die unter Menschen wie ihm
leiden.
Weißt du was ich rückblickend betrachtet echt süß finde? Wie
du geschrieben hast. Genau, einfach vor den Computer gesetzt und
losgeschrieben. Keine grobe Handlungslinie, keine Notizen, es ging einfach Knall
auf Fall los, dein Kopf wird schon wissen, wohin du willst. Meine Liebe, ich kann
dir sagen, das war dein Fehler. Hättest du dir damals mal ein
paar Notizen gemacht, wäre es vielleicht nicht einmal nötig gewesen, alles neu
zu schreiben, aber du hattest dich im
wahrsten Sinne des Wortes gegen die Wand geschrieben. Aber wahrscheinlich ist
das eine Erfahrung, die jeder macht, und zugegeben bin ich froh, dass du sie mit
14 gemacht hast, denn damit war das geklärt. Ich wusste somit, dass Notizen
(wenigstens ein paar) unentbehrlich sind. Besonders wenn man eine doch eher
komplexe Geschichte schreibt, mit relativ vielen einzelnen Handlungssträngen – aber woher solltest du es
wissen?  Damals hattest du auch kein Ende
in Sicht, du hast einfach geschrieben, getrieben von der  Leidenschaft, ohne zu wissen, wohin es einmal
gehen soll. Diesmal weiß ich es. Hat sich so ergeben, auf dem Rückweg von der Buch Berlin nach Hause, auf dem Weg zur
Arbeit. Nach und nach haben sich das Ende und einige Szenen dafür entwickelt. Das ist gut, denn das bedeutet, du hast
ein Ziel vor Augen. Ziele sind gut, denn ohne sie verschwindet irgendwann
auch die Motivation.
Aber, und das hast du weder damals getan, noch tue ich es jetzt, man darf sich nicht
zwingen. Wenn ich plotte, kommen mir die Ideen von alleine. Ich zwinge mich
nicht, mir ein Ende zu überlegen, denn das wäre falsch. Und das wiederum ist
gut, denn nur dann ist es authentisch.
Das darf sich auch gleich mein zukünftiges “Ich” merken. *lach*
So rückblickend betrachtet weiß ich jedoch, weshalb du
einfach drauf losgeschrieben hast. Du warst zu faul. Zu faul zu recherchieren.
Und Himmel, das versteh ich. Noch heute könnte ich dich dafür in den Hintern
treten, dass du es nicht mal einige Jahre später vernünftig gemacht hast. Immer
nur das Nötigste, wird schon reichen…. NEIN , einfach NEIN.  Ich bedanke mich bei dir für deine
minimalistische Art, denn als ich dieses Manuskript überarbeitet habe, habe ich
länger gebraucht, als ich für das Schreiben selbst brauchte, und wer ist Schuld?
Ganz genau DU, weil DU, obwohl du es eigentlich hättest besser wissen müssen,
wieder nur schlampig gearbeitet hast – meinem 14-Jährigen “Ich” kann ich das ja noch
verzeihen, aber meinem 18-Jährigen? Nun, das werde ich dir nie verzeihen, denn
diese Schludrigkeit hat mich ziemlich gequält. Um genau zu sein, bin ich
ziemlich froh, das mein Kopf noch eine normale Form hat, so oft wie ich ihn
auf die Tischplatte geschlagen habe…
Aber, und vielleicht ist das deine Chance auf Versöhnung, etwas Gutes hast du, mein 18-Jähriges “Ich”, doch getan.. Du hast Band 2
geschrieben. Direkt nach Band 1. Er liegt in der Rohfassung fertig in meiner
Schublade. Und Himmel, das ist wirklich Luxus und erspart mir unendlich viel
Zeit, die mir durch das Schreiben verloren gegangen wäre. Danke dafür, dass du
scheinbar eine kurze Eingebung hattest und dieses Buch geschrieben hast, denn
so kann ich mich das restliche Jahr Band 3 und Band 4 widmen.
Aber ich muss auch sagen, dass ich stolz auf dich bin. Ja
ehrlich, du hast mir gezeigt, dass man alles schaffen kann, dass man durchhalten
kann. Und dass man vor allem auch unglaubliches Schaffen kann. Du hast Band 1 in
6 Wochen geschrieben. Dein erstes richtiges Buch in 6 Wochen, OH MANN. Dafür
danke ich dir noch immer – denn diese Erfahrung hat mein Schreibtempo unheimlich
beeinflusst. Hättest du dir damals ewig Zeit gelassen, würdest du dir
wahrscheinlich immer ewig Zeit lassen. Aber wie auch jetzt, hast du dich selber
in den Arsch getreten, hast dir Druck gemacht, wo gar keiner war, und hast für
mich ein Schreibtempo geschaffen, dass mir die Finger glühen. Und ehrlich, darauf
bin ich stolz. Ich bin stolz darauf, dass du so viel Selbstdisziplin und
Ehrgeiz entwickelt hast, wo du in anderen Bereichen ja eher nicht so bist. Du
hast für deinen Traum gekämpft und dafür würde ich dich gerne umarmen.
Genauso wie für den Punkt, dass du nicht aufgegeben hast.
Erinnerst du dich noch an die Meinung deiner ersten Testleser? Oder die ganzen
Absageschreiben? Du warst traurig, wolltest weinen, aber NIE, wirklich NIE hast
du das, was du da tust in Frage gestellt. Du hast aus Rückschlägen etwas getan,
was mir noch immer unbegreiflich ist… Du hast Kraft daraus gezogen und dich
noch motivierter als sonst ans Manuskript gesetzt. Und verdammt, ich weiß nicht, wo es her kam, aber mach das immer so.
Und zu guter Letzt, ich weiß, damals war es unbewusst, aber
ich bin froh, dass  du in der Geschichte
deutlich machst, was du an unserer Gesellschaft kritisierst. Du hältst nicht
hinter den Baum, bist direkt und hast auch einige Botschaften im Buch versteckt.
Und das ist großartig, denn damit hast du etwas geschafft, was du nie für
möglich gehalten hättest.  Du bist über dich hinausgewachsen und ich bin
gespannt, wo wir in einigen Monate, Jahren stehen werden.
Liebes früheres Ich,
ich danke dir, denn du hast die Bausteine für einen
Lebenstraum gelegt, den ich nun leben kann. Danke!  

Bild/Text: E. R. Swan

Das Gewinnspiel

Gewinnt ein Print plus ein Überraschungsgoodiepaket

 

 
Teilnahmebedingungen

Am 27. 08. postet die Autorin, E.R.Swan, auf ihrer offiziellen Facebookseite einen Post, der verkündet, dass das Buch „Kontaminiert – Toxische Finsternis“ ab sofort überall erhältlich ist.
Bei jedem Blogbeitrag der Blogtour bekommt ihr ein Wort. Sammelt die Wörter von jedem Beitrag und postet den Satz unter den oben genannten Post.
Wer das nicht tun möchte, kann alternativ auch eine Nachricht an die Autorin direkt schreiben! In diesem Beitrag findet ihr in Orange markiert das fünfte Wort.

– Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen
– Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
– Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
– Keine Haftung für den Postversand
– Versand der Gewinne innerhalb von Deutschland
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
– Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 3 Tagen melden, ansonsten verfällt der Gewinn!
– Das Gewinnspiel läuft vom 21.08.2017 bis zum 27.08.2017 um 23:59 Uhr.
– Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs.

Bitte bedenkt, dass der Gewinner zwar schon zwei Tage nach dem Gewinnspiel bekannt gegeben wird, dass Paket jedoch erst erhält, wenn das Print veröffentlicht ist, dies wird Mitte September sein.


Ich drücke euch ganz fest die Daumen! :-)

 
 

Tourdaten

21.08.2017 – Was würdest du tun?

 

22.08.17 – Wer ist eigentlich E.R. Swan

 

23.08.17 – Praesidium City – Was ist das für ein Ort?
24.08.17 – Und wer bist du? Mensch oder Mutant?
25.08.17 – Brief der Autorin an ihr früheres selbst
Hier bei mir
 
26.08.17 – Warum solltest du “Kontaminiert” lesen?
27.08.17 – Leseprobe & Auslosung des Gewinnspiels

 

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2 Gedanken zu „[Blogtour] Kontaminiert / Brief der Autorin

  1. Liebe Marion, liebe Emily,

    danke für den netten Beitrag. Ich finde es ja Wahnsinn, dass Emily die Geschichte eigentlich schon mit 14 geschrieben hat. Das ist richtig klasse! Ein großes Kommpliment von mir dafür.

    Liebe Grüße,
    Moni

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