Auch Buchblogger sind am Ende doch nur Menschen!

Auch Buchblogger sind am Ende doch nur Menschen!

Bildquelle: Pixabay (Es sind die kleinen Dinge im Leben…)

Heute werde ich mir mit Sicherheit nicht nur Freunde machen mit diesem Beitrag, aber in den letzten Monaten habe ich immer wieder Dinge beobachtet, die ich wirklich schrecklich finde und bisher meine Meinung immer für mich behalten, aber irgendwann muss man diese einfach mal rauslassen!

Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden persönlich angreifen, sondern eher zum Nachdenken anregen, weil ich manchmal glaube, oder zumindest auch die Hoffnung habe, dass einige Blogger vielleicht gar nicht wissen, wie sie durch bestimmte Aussagen auf andere wirken!
Es ist schön, wenn sich Blogger Gedanken machen und Tipps aufzeigen, wie man „erfolgreich“ Blogger wird oder seine Seite führt. Das finde ich total klasse und ich habe schon viele hilfreiche, tolle Beiträge dazu gelesen! Aber nicht nur! Die Art und Weise, wie manche das machen, finde ich nämlich echt zum Kotzen!
Ich werde bestimmt keine Namen nennen und dies betrifft wie gesagt auch nicht eine bestimmte Person, es sind ganz viele unterschiedliche Artikel gewesen in den letzten Monaten, bei denen mir immer wieder mal schlecht geworden ist, vor teilweise so viel Arroganz!
Ja, das sind heute mal harte und deutliche Worte, aber man muss doch einfach mal Klartext reden!
Was glauben manche Blogger eigentlich, wer sie sind? Klar kann man auf sich stolz sein, wenn man etwas geschafft hat! Wobei da für mich eher andere Dinge zählen, als in 10 Minuten eine Facebook-Seite zu erstellen! Im Endeffekt sind wir alle nichts weiter als winzig kleine Punkte im großen Facebook-Universum und keine Berühmtheiten. Ich bin auch stolz auf meine Seite und meinen Blog, aber mal unter uns, wir retten keine Leben, wie manche Menschen täglich allein durch ihren Beruf! Deswegen sollte man doch trotzdem schön auf dem Boden bleiben!
Dinge wie “Du hast Erfolg, wenn du „besonders“ bist!”, nur zur Info:
In meinen Augen ist jeder Einzelne etwas Besonderes! Jeder Mensch ist einzigartig!
Ich weiß, was manche damit aussagen möchten, aber bei einigen kommt es so abgehoben rüber, dass man sich fragt, ob derjenige selbst noch merkt, dass er manche damit sogar einschüchtert und sich dazu selbst in ein Rampenlicht stellt, das sowieso einfach nur Geschmacksache ist! Manchmal ist es einfach die Art und Weise, wie dies rübergebracht wird, die ich nicht in Ordnung finde. Selbstbewusstsein ist gut und wichtig, aber Arroganz ist einfach nur widerlich!
Genauso wie manche zwar immer prophezeien, dass sie ihr eigenes Ding machen und andere sie nicht interessieren, aber dann kommen Posts, weil sie von bestimmten Posts anderer Blogger/Leser/Autoren/Gruppen etc. genervt sind! Ernsthaft? Keine Ideen für andere Beiträge, als dadurch besagtes nerviges Thema noch hervorzuheben?
Wie oft ich schon von bestimmten Posts genervt war und nicht dauernd meinen Senf dazu gebe und andere deswegen verurteile! Auch hier gilt: Leben und leben lassen! Wie wäre es mit einfach ignorieren! Ist ganz einfach, aber warum, wenn man sich auch dadurch wichtig machen kann, indem man andere ans Bein pinkelt! Wenn man von einem Blog/Seite/Autor/Gruppe genervt ist, dann bleibt doch fern! Man ist doch nicht gezwungen, dessen Beiträge zu lesen!
Und bevor man anderen vorschlagen möchte, sie sollten an ihrer Kreativität, ihrer Einzigartigkeit oder ihrer Professionalität auf ihrem Blog oder ihrer FB-Seite arbeiten, sollten manche erst mal versuchen ihre Persönlichkeit zu überdenken und an ihrer Menschlichkeit arbeiten!
Zuallererst zählt für mich im Leben nämlich immer der Charakter und nicht das Aussehen und so ist es für mich auch im Internet!
Sympathie ist für mich das A und O! Die schönsten Bilder, der schönste Blog und die schönste Seite kann mir gestohlen bleiben, wenn die Person dahinter meint, sie wäre besser als alle anderen und sich als das Vorbild schlechthin aufspielt!
Damit möchte ich auch sagen, dass im Prinzip jeder, der eine wahre Leidenschaft für Bücher mitbringt, Blogger werden kann! Klar, sollte einem bewusst sein, dass da eine Menge Arbeit dahinter steckt und Rezi-Exemplare sollten absolut kein Grund dafür sein. Einen tollen Beitrag dazu gibt es übrigens von Booknerds by Kerstin!
Aber wenn ich höre, dass manche denken, sie könnten das nicht machen, weil ihnen ja lt. bestimmter Aussagen das gewisse Etwas fehlt, dann finde ich das echt sehr traurig! Wer entscheidet das bitte? Die Leser, und glaubt mir, es liegt im Auge des Betrachters! Davon abgesehen ist für mich das Blogger-Leben nicht nur ein Hobby, sondern auch irgendwo eine Lebenseinstellung und deswegen macht man es in erster Linie für sich selbst und alles andere spielt sich mit der Zeit ein!
Einige Blogger haben in meinen Augen ein bisschen den Bezug zur Realität verloren, wenn sie denken, ihr Hobby gibt ihnen das Recht, auf andere herab zu lächeln und das ist mehr als traurig! Kommt von eurem hohen Ross runter und macht die Augen auf! Wir sind nichts Besseres als jeder einzelne Leser hier! Wir kennen uns in der Regel nicht, wissen nicht, wer da hinter dem Bildschirm sitzt, was derjenige schon erlebt hat! Wir sind alle nur hier, um unsere Leidenschaft „Bücher“ zu feiern und dabei ist es auch scheißegal, ob jemand 20 Follower oder 20.000 hat, oder einfach „nur“ Leser ist!
Sorry für die harten Worte, aber ich hasse nichts mehr, als Menschen, die sich anderen überlegen fühlen, die sie meistens nicht mal kennen, und denken sie sind ja so viel besser!
Ihr dürft mir gerne auch eure Meinung dazu sagen. Habt ihr vielleicht auch schon Erfahrungen gemacht in dieser Hinsicht?
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18 Gedanken zu „Auch Buchblogger sind am Ende doch nur Menschen!

  1. Ganz toller Beitrag! Ich selbst blogge nicht. Aber bewundere jeden der es macht. Allerdings hab ich auch schon Blogs gesehen, denen ich nicht ais Prinzip nicht folge weil mir die Person dahinter sehr arrogant rüber kommt. Deinen mag ich sehr, auch wenn ich hier nicht oft kommentiere. Mach so bitte weiter!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!�� Kerstin Mesic

  2. Hi :)

    ich bin da ganz bei dir. :)
    Wenns danach geht dürfte ich auch nicht bloggen, denn ich bin nichts besonderes.
    Ich bin Mama, hab dadurch wenig Zeit, Deko für hübsche Fotos hab ich auch nicht so viel aber irgendwie bekomm ich welche hin.
    Bin ich besonders kreativ? Keine Ahnung.
    Im Endeffekt blogge ich für mich, weil ich die Worte loswerden möchte, die mich begleiten.
    Egal was andere sagen, ich mach halt weiter :)

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Hallo liebe Sarah,

      den Gedanken kenn ich! Aber im Endeffekt sind wir alle besonders! <3
      Aber das mit den Fotos und der Deko ist bei mir auch so, da kann ich mit anderen überhaupt nicht mithalten! Aber der Punkt ist eben, dass es keine Anleitung und keine Voraussetzungen gibt, die sagen, man muss dies alles perfekt umsetzen können!
      Genau diese Einstellung, unsere Freude an Büchern und das wir nicht auf andere hören, ist am Ende unser Gewinn! :-)

      Liebe Grüße
      Marion

  3. Hi Marion!

    :-) Mir gehen auch so gewisse Dinge auf die Nerven! Gerade bei den Messen sind mir auch Damen untergekommen, die meinten "Wie du kennst die Autorin nicht? Was? Du kennst diesen Blog nicht?!? Ähm…NEIN! Wir sind hier schließlich nicht in Hollywood. Mich kennt auch nicht jeder und es geht doch nicht primär darum, mit dem Blog möglichst aufzufallen. Wobei wir aber an einem wie ich finde wichtigen Punkt sind: Mir stoßen im Gegenzug Sätze auf wie: "Ich blogge NUR für mich!" hüstel* Man kann doch auch ehrlich sein und sagen, dass man sich über seine Follower freut! Denn das ist dann wenigstens ehrlich. Ich muss auch nicht überall mitmischen! Schließlich habe ich noch das reale Leben.

    lg Nadine von Nannis Welt

    1. ähm….da muss ich dir jetzt aber wiedersprechen ;). Primär hab ich nämlich meinen Blogg und meine FB Seite für mich aufgemacht, weils mir auf den Sack ging, dass ich arme Buchhändlerin meine Beiträge auf meiner privaten Seite nicht mehr fand nach 3 Monaten. Von daher wars ganz am Anfang Dann wollte zwei ARbeitskolleginnen meine Seite, da ich gerne Sachbuch lese und meinten, mach sie doch öffentlich, interessiert vielleicht auch andere. Und ja ich freue mich über jeden meiner 83 Nasen und ihre Feedbacks. Aber eigenltich mach ich es immer noch primär für mich, deshalb auch nicht regelmässig (und ja es wird nicht nur Sachbuch sein, da bin cih grad am umdenken überarbeiten).

    2. Hallo liebe Nadine,

      natürlich freut man sich über Follower. Ich glaube auch, dass die meisten das so sehen, aber in dem Moment, in dem ich beschließe mit dem Bloggen anzufangen, denkt man in der Regel noch nicht daran, in diesem Moment sollte man es für sich selbst beschließen!

      Liebe Grüße
      Marion

  4. Huhu,

    Ich bin durch diesen Beitrag auf deinen Blog aufmerksam geworden und gleich mal als Follower da geblieben. ^^
    Ich finde deinen Beitrag so wahr. Bin selbst Bloggerin mit einem kleinen aber feinen Blog. Bücher sind meine Leidenschaft und ich liebe es meine Meinung mit anderen zu teilen. Darum betreibe ich meinen Blog.
    Auf meinem Blog gibt es ausschließlich Beiträge zu Büchern und Buchaktionen, oder auch mal einen Bericht über die Messe.
    Für persönliche Meinungen verwende ich ihn nicht, was vielen auch nicht gefallen wird, da man relativ wenig von dem Menschen hinter dem Blog erfährt, aber irgendwie habe ich nicht das Bedürfnis danach.
    Ich finde es toll, dass du deine Meinung so offen sagst, auch wenn du dabei Gefahr läufst einigen auf den Schlips zu treten.
    Ich bin ganz deiner Meinung und finde auch, dass sich manche Blogger nicht zu viel herausnehmen sollten. Denn nach deren Meinung, dürfte ich auch nicht bloggen ^^

    Viele liebe Grüße
    Mone

    1. Hallo liebe Simone,

      ich kann dich da total gut verstehen und finde es völlig in Ordnung, wenn man selbst im Hintergrund bleibt! Ich will auch nur begrenzt meine Meinung kundtun, erst recht persönliche Dinge, dieser Beitrag hat mir lange unter den Nägeln gebrannt und ich habe ebenso lange überlegt, ob ich ihn veröffentlichen soll, aber hin und wieder muss Manches einfach raus!

      Liebe Grüße
      Marion

  5. Ein schöner Beitrag und so wahr. Ich habe mich auf der lbm mit einigen unterhalten denen die Arroganz einiger Blogger gerade in der letzten Zeit wieder vermehrt aufgefallen ist. Denen geh ich persönlich gern aus dem Weg, denn die sind unter meinem Niveau, wie jeder der sich für etwas besseres hält.

  6. Wo darf ich unterschreiben??? Ein echt toller Beitrag danke. Ich persönlich find ja nur noch das Thema Neid und Hetze schlimmer (alles schon erlebt). Ich folge Bloggs die andere nicht mögen ja und ich mag sie. Soll doch jeder so wie er mag.

    Ich zum Beispiel machs damit ich als Buchhändlerin auch mal zurückgreifen kann oder einem Kunden meine Meinung zeigen kann. Wird besser, wenn ich mehr schreibe. Aber ich mag mich da nicht unter Druck setzen. Was meinst du wie oft ich schon zu hören bekommen habe, so wird das nix. Muss es auch nicht, ch freu mich über die, die mir folgen und mal einen Kommi hinterlassen und wenn sich jemand auf meine Empfehlung hin dann sogar noch das Buchkauft und das noch in der Buchhandlung ;) hüpf ich im Dreieck. Immerhin hab ich noch einen Chor und arbeite 5 Tage in der Woche, für mich stimmt es so. Ich finde leben und leben lassen, solange es um die Sache geht (und nicht wie auch schon gelesen einfach weil man Rezieexmplare abgreifen will) soll doch jeder es so handeln wie es für ihn stimmt. Ich nehme genre Feedbacks an, aber wenn ich schon bemi ersten Satz ein du kannst nix nur ich weiss wies geht Gefühl habe bin ich weg.

    1. Hallo liebe Sandra,

      du hast absolut recht! Und warum unter Druck setzen, es ist ja ein Hobby und soll Spaß machen und da würde es unter anderen Umständen nicht mehr!

      Diese Besserwisser muss man wirklich ignorieren, manchmal glaube ich, sie verderben sich selbst den ganzen Spaß.

      Liebe Grüße
      Marion

  7. Zuerst mal ein dickes, fettes "Like" für den Beitrag. Ich finde die Worte gar nicht hart, sondern es ist schlicht und einfach die Wahrheit die du schreibst. Mein Motto ist "Leben und leben lassen" und solange mich keiner angreift oder beleidigt ist es mir wirklich einerlei wie er seinen Blog gestaltet. Mir geht es in erster Linie darum mein Hobby und meine Leidenschaft mit anderen zu teilen und auch mal durch Kritik zu lernen. Anfangs hatte ich auch Bedenken meinen Blog zu starten, denn soweit ich es gesehen habe, war das Durchschnittsalter der BloggerInnen nicht höher als 20. Hätten mich nicht meine Kinder und Instagram Freunde ermutigt, glaube ich nicht, dass ich es gewagt hätte. Bin ja doch schon um einiges älter als die Meisten, aber ich muss sagen, ich war von der Resonanz überrascht und auch überwältigt. Niemand hat mich jemals auf mein Alter angesprochen, im Gegenteil sie fanden es meistens ganz toll, und da ich nicht nur Fantasy lese, können Lesebegeisterte auch mal ihnen komplett unbekannte Bücher entdecken. Auf Instagram z.B. haben einige sogar angefangen sich mal Klassiker zu kaufen und fanden es ganz spannend dieses Genre kennen zu lernen. Nach einem Jahr kann ich stolz sagen, dass mich für einige Verlage und Autoren bloggen darf, und ich habe ganz liebe Menschen kennengelernt, die ich sonst niemals getroffen hätte. Somit ist für mich das Bloggen nicht nur ein Hobby sondern eine Bereicherung meines Lebens geworden. Deine Beiträge finde ich echt toll, vor allem da du dir kein Blatt vor den Mund nimmst und auch mal ganz deutlich deine Meinung sagst. Mach weiter so, du kannst stolz auf dich sein. Glg Karin <3

    1. Liebe Karin,

      vielen lieben Dank! <3 Ich habe sehr lange überlegt, ob ich diesen Beitrag veröffentliche, aber letztendlich musste es einmal raus! :-) Und ich bin der Meinung, das Alter spielt überhaupt keine Rolle, aber ich kann deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen, bin aber froh, dass du dein Hobby so auslebst, ich bin da voll bei dir!

      Liebe Grüße
      Marion

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